Blick in die Spitalstraße

Vor und nach dem Abbruch des Hauses

Maßnahmen

Im Sanierungsgebiet konnten nicht alle extensiv genutzten Gebäude einer intensiven Nutzung zugeführt werden. Dies liegt daran, dass viele Eigentümer wegen ihres Alters keine großen Investitionen mehr vornehmen wollten. Andere hatten nicht die finanziellen Mittel. Wegen der zeitlichen Begrenzung der
Sanierung auf 10 Jahre ist die Zeit zu knapp bemessen, um das Sanierungsziel zu 100% zu erreichen.

Für die Sanierung wurden förderfähige Gesamtkosten in Höhe von rund 3.588.035,54 € nachgewiesen. Dem standen erneuerungsbedingte Einnahmen in Höhe von 269.193,43 € gegenüber. Die Stadt Schiltach erhielt Finanzhilfen des Landes in Höhe von 1.990.582,00 €.

Grundlage der städtebaulichen Beurteilung von Bauvorhaben waren städtebauliche Konzepte für Teilbereiche, die vom Gemeinderat als Selbstbindungsplan verabschiedet wurden.

Im Rahmen der Sanierung wurde für vorbereitende Planungen  rd. 40.000 € ausgegeben und 3 Anwesen erworben. Dies waren die Gebäude Schramberger Straße 57/1 der Schlossmühle, die Häuser Bachstraße 24 („Sprudler“) und Spitalstraße 5. Das Gebäude Spitalstraße wurde an private Eigentümer zur Modernisierung weiterveräußert. Auf dem Anwesen der ehemaligen Schlossmühle wurde der neue Bauhof errichtet.

Das Parkhaus Bachstraße bietet Stellplätze für private Eigentümer zur Entlastung des öffentlichen Bereiches.

Das Gebäude Spitalstraße 2 wurde wegen schlechter Bausubstanz abgebrochen. Das freigelegte Grundstück wurde einer Neubebauung zugeführt. Da hier die Kosten der Modernisierung die Kosten eines vergleichbaren Neubaues bei weitem überschritten hätten, war es nicht wirtschaftlich, das alte Gebäude zu erhalten. Das neue Gebäude fügt sich in die historisch gewachsene Stadtstruktur ein. Wegen der Einpassung der Gebäude und der Einhaltung von Gestaltungselementen entsprechend der Satzung sind die Kosten des Neubaues höher als bei vergleichbaren Neubauten außerhalb der Stadt.

„Stählins Höfle“ wurde von einem störenden Garagenbau befreit und der Aufgang von der Schramberger Straße zur Spitalstraße neu gestaltet. Neu gestaltet wurde auch das Schiltach-Vorland inklusive der „Kanzel“.

Ausgebaut und neu gestaltet wurde die Spitalstraße bis zum Eingang in die Schramberger Straße sowie die Bachstraße vom alten Krankenhaus bis zum Treffpunkt und der Bereich Sägergrün.

Im Bereich Bachstraße/Sägergrün wurde der alte Bauhof abgebaut, das Gelände freigelegt und die Flächen neu geordnet. Hier sind Bauplätze für neue Wohnhäuser entstanden.

Für Freilegungen wurden im Rahmen der Sanierung rund 723.000 € ausgegeben. Der Bau von Parkplätzen und Infrastruktur-einrichtungen wurde mit 690.000 € gefördert.

28 Anwesen wurden modernisiert oder instand gesetzt. Die Förderung dieser Erneuerungsmaßnahmen erfolgte über Zuschüsse aus dem Sanierungsprogramm und
über erhöhte steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten. Die Nachfrage privater Eigentümer nach Sanierungsfördermitteln war groß. Für private Modernisierungen wurden Zuschüsse in Höhe von rd. 1.331.893 € vergeben.

Durch die Modernisierung der Gebäude Spitalstraße 5, 7 und 9 , Schramberger Straße 3 sowie Bachstraße 21 (altes Krankenhaus) wurden im Sanierungsgebiet wichtige und stadtbildprägende Gebäude einer intensiveren Nutzung zugeführt.

Das sanierte Krankenhaus

Die Sanierungsberatung für die Verwaltung und die Bürger, die finanztechnische Abwicklung mit den Landsbehörden und die sanierungstechnische Überwachung von Bauvorhaben kostete die Stadt rund 78.825 €.


Kontakt

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