Kinzigverlegung



Dampflok-mit-Gterwaggons-i



Schler-am-Bahnhof-in-Schil



Schrankenwärterin



Hansgrohe-Waggon


Freude-in-Schramberg


Bahnhof-Hinterlehengericht



Güterwaggon für Jungshans Stahl



Personenzug-nach-Schramberg



Schienenbus-in-Schramberg

Zur Geschichte des Eisenbahnwesens rund um Schiltach

Die Linie Württemberg - Baden, Freudenstadt-Hausach

  • 29. Dezember 1873
    Staatsvertrag zwischen Württemberg und Baden zum Bau der Bahnstrecke Hausach - Freudenstadt.

    1881
    Streit, wohin genau der Schiltacher Bahnhof gebaut werden sollte. Baden baut die Strecke Hausach - Schiltach, Württemberg die Strecke Freudenstadt - Schiltach. Durch die Entscheidung zum westlichen Bahnhofsstandort muss Württemberg auf badischem Gebiet einen weiteren Tunnel finanzieren.

    3. November 1886
    Bahnlinie zwischen Hausach (Baden) und Freudenstadt (Württemberg) über Schiltach ist fertiggestellt. Baden und Württemberg sind im Schwarzwald mit der Bahn verbunden! Württemberg übernimmt den Fahrdienst bis Hausach. Erst dort werden die Waggons vor badische Lokomotiven gespannt.

    1891
    Lokomotivdrehscheibe und Lokschuppen in Schiltach werden fertiggestellt. Dies ist vor allem für den Güterverkehr wichtig.

    1894
    Ende der Flößerei auf der Kinzig. Der Holzhandel wird jetzt ganz auf die Schiene verlegt.

    1900
    Einfahrtsignale werden aufgestellt.

    ab 1900
    Der Personenverkehr bringt in erster Linie Arbeiterinnen und Arbeiter in die Fabriken. Wichtig wird die Bahnverbindung zunehmend auch für den Tourismus und für Geschäftsreisende. Der Güterverkehr auf der Schiene ist von größter Bedeutung für die Wirtschaft vor Ort. Ist es anfangs der Holzhandel, so verladen bald auch die immer größer werdenden Fabriken ihre Produkte und Waren in die Bahnwaggons. Die Tuchfabrik Karlin und der Armaturenhersteller Hans Grohe sind in der ersten Zeit hier von Bedeutung.

    1904
    Die mechanische Stellwerksanlage ist fertig.

    1. Mai 1920
    Der neue Haltepunkt "St. Roman" bei Vorderlehengericht geht in Betrieb.

    1954
    Schienenbusse VT 95, später VT 98 werden jetzt statt der Dampfloks im Personenverkehr eingesetzt. Mit zwei Motoren, die zusammen 300 PS leisten, waren die Schienenfahrzeuge für die steilen Schwarzwaldstrecken gut ausgestattet.

    1963
    Jeder dritte Tourist reist nach Schiltach mit der Bahn an.

    1968
    Die Bahn verkauft monatlich 2576 Fahrkarten auf dem Schiltacher Bahnhof
    800 Feriengäste erreichen die Stadt mit dem Zug.

    1985
    Erneuter Modellwechsel bei den Schienenbussen: Der VT 627 fährt - jetzt blau-weiß lackiert - durch das Kinzigtal.

    12. Dezember 2004
    Die Ortenau-S-Bahn (OSB) bedient den Schienenbetrieb zwischen Offenburg und Freudenstadt. Als Fahrzeuge sind Regio-Shuttles RS1 im Einsatz.

Die Linie Württemberg - Baden, Schramberg-Schiltach

  • 28. Juni 1889
    Der Stuttgarter Landtag genehmigt den Bau einer Bahnstrecke Schramberg - Schiltach. Damit kann die Schramberger Industrie an die Kinzigtalstrecke angeschlossen werden. Doch führt der von Württemberg weitgehend finanzierte Bau über fast 7 km von 9 km über badisches Territorium. Wie bei Nebenbahnen üblich, werden auch die (württembergischen) Gemeinden zur Teilfinanzierung herangezogen.

    8. Oktober 1892
    Die Eisenbahnstrecke Schiltach - Schramberg geht in Betrieb. Haltepunkte sind, neben den Bahnhöfen in Schramberg und Schiltach, Lehengericht und Schiltach-Stadt.

    1908
    Neuer Haltepunkt "Rappenfelsen" bei der Schramberger Uhrenfabrik Meyer & Söhne.

    1929
    Die Haltestelle Hinterlehengericht bekommt ein Gebäude. Ein zusätzliches Gütergleis zweigt jetzt zur neuen Junghans-Fabrik dort ab. Finanziert wird dies durch die Firma Junghans selbst.

    1933 - 1945
    Die Firmen in der Region werden zunehmend für die Rüstungsindustrie bedeutsam. Die Schienenanbindung bekommt jetzt auf eine andere Art ihre ursprünglich geplante militärische Bedeutung.

    1892 bis 1959
    Der Personenverkehr bringt in erster Linie Arbeiterinnen und Arbeiter in die Fabriken nach Schramberg, Schiltach und Lehengericht. Wichtig ist die Bahnverbindung auch für Geschäftsreisende. Doch die auf der kurvigen Strecke bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h macht die Verbindung langsam. Der Busbetrieb wird zur Konkurrenz.
    Der Güterverkehr dagegen ist von größter Bedeutung. Die Schramberger Majolikafabrik (Villeroy & Boch), die Uhrenfabrik Junghans und die Hamburg Amerikanische Uhrenfabrik bestücken täglich mit ihren Erzeugnissen die Bahnwaggons und werden mit Rohmaterialien beliefert.

    23. November 1959
    Ende des Personenverkehrs Schramberg - Schiltach. Bahnomnibusse werden eingesetzt. Damit ist auch der Bahnhalt Schiltach-Stadt außer Funktion.

    28. September 1974
    Die letzte Fahrt einer Dampflok am frühen Morgen - jetzt beginnt endgültig das Diesel-Zeitalter im Güterverkehr.

    6. April 1990
    Nach einem Erdrutsch und einer Zugentgleisung wird auch der Güterverkehr Schramberg - Schiltach eingestellt. Die Strecke ist stillgelegt und wird zum Fahrradweg ausgebaut.

Kontakt

  • Stadtverwaltung
  • Marktplatz 6
  • 77761 Schiltach
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