Das Solarkataster zeigt auf einen Blick das Potential für Photovoltaik aller Gebäude in Schiltach. Mit dem Solarkataster wird Privatpersonen und Unternehmen die Möglichkeit gegeben, online eine erste Orientierung zu erhalten, wie gut sich das eigene Dach für Solarenergie eignet. Außerdem gibt es Auskünfte darüber, ob sich die Installation einer Photovoltaikanlage auch finanziell lohnt.
Konkret abrufbar sind neben der Intensität der Sonneneinstrahlung, die mögliche Menge der Stromerzeugung und damit auch das Einsparpotential beim Stromverbrauch und CO2, sowie die Modulplazierung. Standardmäßig ist die Dacheignung eingestellt.
Eine besondere Bedeutung hat das Solarkataster für den denkmalgeschützten Altstadtbereich der Stadt.
Hier wurde in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege durch das Solarkataster festgelegt, wo und wie die Belange des Klimaschutzes mit den Belangen des Denkmalschutzes angemessen in Einklang gebracht werden können. In verschiedenen Analyseschritten wurde für jede einzelne Dachfläche der Altstadt festgelegt, ob die Errichtung von Solarenergie unter dem Aspekt des Denkmalschutzes und der Erhaltung der Dachlandschaft möglich ist. Die Dachflächen wurden dabei teilflächenscharf bewertet.
Alle Dachflächen, auf denen die Errichtung einer PV-Anlage in der Altstadt möglich ist, sind im Solarkataster grün gekennzeichnet. Hier müssen die PV-Module matt, monochrom und flächenhaft angebracht werden und müssen zu den Dachkanten 2- 3 Ziegelreihen Abstand halten.
Für die nicht grün gekennzeichneten Flächen sind Solaranlagen nur nach Vorlage eines detaillierten Gestaltungskonzeptes möglich. Sie müssen sich bei diesen Dachflächen an die Dachfarbe anpassen oder ggf. integriert werden. Auch durch die Verwendung von passenden Solardachziegel kann eine Genehmigungsfähigkeit erreicht werden.
Zu beachten ist, dass für alle denkmalgeschützten Gebäude sowie für alle Gebäude in der geschützten Altstadt vor Errichtung einer PV-Anlage ein Antrag auf denkmalschutzrechtliche Genehmigung zu stellen ist.
Ihre Ansprechpartnerin bei der Stadtverwaltung für das Solarkataster ist Erika King