Örtliche Bauvorschriften müssen im denkmalgeschützten Altstadtbereich eingehalten werden

Die Altstadt von Schiltach ist eines der seltenen Beispiele einer dem Wesen nach noch erhaltenen mittelalterlichen Fachwerkstadt. Dem Gemeinderat stellt sich die wichtige Aufgabe, dieses vorhandene Stadtbild in seiner Einheitlichkeit und Maßstäblichkeit zu erhalten und zu schützen.

 

Nachteilige Veränderungen oder Beeinträchtigungen der Altstadt müssen verhindert werden. Die Gefahr besteht, dass das wertvolle Stadtbild durch unbedachte Einzelmaßnahmen bei Erneuerungen, Um- und Ausbauten der Gebäude gestört und dadurch im Lauf der Jahre zerstört wird.

 

Der Beschluss des Gemeinderats, die historisch bedeutende Altstadt unter Denkmalschutz zu stellen, war schon früh ein wesentlicher Schritt, das gesteckte Ziel zu erreichen. Weitere gestalterische Festsetzungen waren und sind jedoch notwendig.

 

Deshalb wurden als Ergänzung in Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden zusätzlich örtliche Bauvorschriften für den denkmalgeschützten Altstadtbereich erlassen. Diese wurden auch immer wieder den neuen Gegebenheiten angepasst.

 

Leider gibt es immer wieder Zuwiderhandlungen gegen diese örtlichen Bauvorschriften und die Bestimmungen des Denkmalschutzgesetzes. Insbesondere Maßnahmen ohne jegliche Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde und der Stadt Schiltach sind ärgerlich, zumal es sich hier teilweise auch um Gebäude oder Anwesen handelt, die mit öffentlichen Zuschüssen aus der Denkmalpflege oder der Stadtsanierung bereits gefördert wurden.

 

Ausdrücklich weisen wir deshalb auf die Bestimmungen des Denkmalschutzgesetzes und die Kenntnisgabe nach den örtlichen Bauvorschriften für den denkmalgeschützten Altstadtbereich von Schiltach hin.

 

Gerade im Altstadtbereich bedürfen sämtliche Veränderungen der Gesamtanlage der Genehmigung der unteren Denkmalschutzbehörde. Auch reine Instandhaltungsarbeiten sind entsprechend der örtlichen Bauvorschriften denkmalschutzrechtlich genehmigungspflichtig.

 

Im Regelfall führen denkmalpflegerische Maßnahmen in diesem Bereich auf der anderen Seite zu steuerliche Vergünstigungen. Dies sind jeweils mit dem Finanzamt oder einem Steuerberater abzustimmen.

 

Die Vergünstigungen gemäß §§ 7i, 10f und 11b EStG können natürlich aber nur in Anspruch genommen werden, wenn Maßnahmen rechtzeitig vor ihrem Beginn mit der zuständigen unteren Denkmalschutzbehörde (Bescheinigungsbehörde) im Einzelnen abgestimmt und entsprechend dieser Abstimmung und der oben angeführten denkmalschutzrechtlichen Entscheidung durchgeführt werden.

 

Ist eine vorherige Abstimmung unterblieben, liegen die Voraussetzungen für die Erteilung der Bescheinigung nicht vor. Diese kann somit nachträglich nicht ausgestellt werden.

 

Bei sämtlichen Fragen hilft Ihnen die Stadtverwaltung Schiltach gerne weiter. Ansprechpartner ist Achim Hoffmann, Rathaus Schiltach, Marktplatz 6, Zimmer 14, Tel. 07836/58-17.

 

Wir vereinbaren für Sie Termine mit der Denkmalschutzbehörde, helfen bei der Antragstellung für die denkmalschutzrechtliche Genehmigung wie auch für die steuerliche Bescheinigung gerne und kostenlos weiter. Wir bieten Ihnen diesen Service gerne an.

 

Informationen erhalten Sie auch bei Frau Petra Lainer, Untere Denkmalschutzbehörde beim Landratsamt Rottweil, Tel. 0741/244-236.


Kontakt

  • Stadtverwaltung
  • Marktplatz 6
  • 77761 Schiltach