Hansgrohe AG gibt Entwarnung

Nach gestrigem Störfall im Schiltacher Axor-Werk sind fast alle betroffenen Mitarbeiter aus dem Krankenhaus entlassen – Produktion ist wieder angelaufen

Auf einer Pressekonferenz hat die Hansgrohe AG (www.hansgrohe.com) heute Nachmittag eine Zwischenbilanz des gestrigen Störfalls in ihrem Schiltacher Axor-Werk gezogen. „Wir können weitgehend Entwarnung geben“, erklärte Produktionsvorstand Karl-Heinz Hammann. „Da die Feuerwehr gestern Abend kurz vor 20 Uhr das Werk wieder freigegeben hat, haben wir heute Morgen mit Beginn der Frühschicht um sechs Uhr die Produktion wieder angefahren.“ Lediglich der betroffene Bereich in der Galvanik bleibe gesperrt, solange die Ermittlungen nach der Ursache des Störfalls liefen.

„Besonders wichtig ist uns“, betonte Hansgrohe Vorstand Richard Grohe, „dass nach Einschätzung der Feuerwehr zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung von Bevölkerung und Umwelt bestanden hat.“ Hier habe das Notfallmanagement des Unternehmens einwandfrei funktioniert. „Zudem sind wir sehr erleichtert, dass heute bis 18 Uhr 48 der 49 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wir gestern Abend vorsorglich zur ärztlichen Beobachtung ins Krankenhaus haben bringen lassen, wieder nach Hause zurückkehren können.“ Lediglich ein Mitarbeiter befinde sich noch bis morgen weiter unter medizinischer Beobachtung. Man stehe mit den Betroffenen und ihren Angehörigen im engen Kontakt, um Hilfe und Unterstützung zu leisten.

Nach wie vor ungeklärt ist, wie es gestern zu der Leckage in einer Chemikalienleitung in der Axor-Fabrik des Schwarzwälder Armaturen- und Brausenherstellers kommen konnte. Durch dieses Leck wurde eine geringe Menge Salpetersäure freigesetzt. In der Folge kam es zur Bildung von Nitrosegasen. „Polizei und Sachverständige“, so Karl-Heinz Hammann, „haben heute Vormittag die Ermittlungsarbeiten aufgenommen. Erste Erkenntnisse erwarten wir nicht vor nächster Woche.“ Hammann hob hervor, dass das Unternehmen die Ermittlungen in jeder Form unterstütze.

Nach ersten Schätzungen scheint durch den Störfall ein nur vergleichsweise geringer materieller Schaden entstanden zu sein. Hier schlage vor allem der Produktionsausfall zu Buche.

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