Verbrennen pflanzlicher Abfälle

Nach dem die Witterung zwischenzeitlich die ersten Gartenarbeiten zulässt, fallen bei den Gartenbesitzern wieder vermehrt pflanzliche Abfälle an.

Ab 1. März ist daher wieder die Annahmestelle für Gartenabfälle auf dem Bauhoflager im Bereich „Brühl“ (gegenüber der Kytta-Heilpflanzenanlage) geöffnet. Jeden Samstag steht dort zwischen 10 und 12 Uhr ein Beauftragter des Landratsamts zur Annahme von pflanzlichen Abfällen bereit.

Bei größeren Mengen Schnittgut stellt sich jedoch immer wieder die Frage, ob dieses nicht auch im Garten verbrannt werden darf.

Dies ist aus verständlichen Gründen nicht ganz unproblematisch und führt häufig zu Problemen mit der Nachbarschaft. Der Gesetzgeber hat daher genau festgelegt, wann und wo Gartenabfälle verbrannt werden dürfen. Irrtümlicher Weise wird immer wieder angenommen, dass hierfür eine Genehmigung der Gemeinde erforderlich sei, was jedoch nicht den Tatsachen entspricht. Wenn die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, ist das Verbrennen ohne gesonderte Erlaubnis zulässig. Nur wenn es sich um größere Mengen pflanzlicher Abfälle handelt, ist das Bürgermeisteramt als Ortspolizeibehörde rechtzeitig vorher zu verständigen. Dies hat den Hintergrund, Fehlalarmierungen der Feuerwehr zu vermeiden, da Verkehrsteilnehmer oder Wanderer gelegentlich ein Schadensfeuer vermuten und den Notruf betätigen.

Nach der Verordnung der Landesregierung über die Beseitigung pflanzlicher Abfälle außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen ist das Verbrennen unter folgenden Umständen zulässig:

1. Innerhalb der geschlossenen Ortslage ist das Verbrennen grundsätzlich verboten!

2. Im Außenbereich ist es unter nachfolgend aufgezählten Bedingungen zulässig:

- Nur auf dem Grundstück, auf dem die Pflanzenabfälle anfallen

- Die Pflanzenreste sind zu Haufen oder Schwaden             zusammenzufassen und in trockenem Zustand zu verbrennen, um die Rauchentwicklung möglichst gering zu halten.

- Der Verbrennungsvorgang ist so zu steuern, dass das Feuer ständig unter Kontrolle gehalten werden kann und dass durch Rauchentwicklung keine Verkehrsbehinderung und keine erhebliche Belästigung sowie kein gefahrbringender Funkenflug entsteht.

- In keinem Fall dürfen folgende Mindestabstände unterschritten werden:
a) 100 m von der Bundesstraße
b) 50 m von Gebäuden und Baumbeständen

- Bei starkem Wind darf nicht verbrannt werden, desgleichen nicht in der Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang.

- Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle erloschen sein.

- Die Verbrennungsrückstände sind alsbald in den Boden einzuarbeiten.

Das Verbrennen größerer Mengen pflanzlicher Abfälle ist der Ortspolizeibehörde (Bürgermeisteramt ) rechtzeitig vorher anzuzeigen.

Kontakt

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