Volksbund und Stadt luden zur Gedenkfeier

Der Ortsverein Schiltach und Lehengericht des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Stadt Schiltach veranstalteten in der Nachbarschaftshauptschule im Beisein zahlreicher Bürger und Vereinsvertreter sowie Stadt- und Ortschaftsräte eine Gedenkfeier zum Volkstrauertag. Die Gedenkrede hielt Bürgermeister Thomas Haas. „Ich freue mich dass auch die Nachbarschaftshauptschule und insbesondere die Schüler sowie die Chorgemeinschaft Schiltach/Schenkenzell aktiv an der Gestaltung der Feier mitwirken“, begann er seine Ansprache. Das Streben nach Frieden sei sicherlich die zentrale Botschaft des Volkstrauertages und „ich bin der Meinung, dass die Mahnung aller Toten und Verletzten der Kriege Appell an uns zur Friedenserhaltung ist“. Der schon über 60 Jahre dauernde Friede in weiten Teilen Europas sei unabdingbare Voraussetzung gewesen für unsern hohen Lebensstandard. Eine weitere wichtige Voraussetzung, um Krieg und Terror in der Welt dauerhaft zu verhindern, sei die Notwendigkeit, dass der Mensch Friede in sich selbst sucht und findet. Wer mit sich selbst in Frieden lebe, verspüre wenig Neigung, Mitmenschen mit Gewalt zu überziehen. Der Volkstrauertag, einmal im Jahr allgegenwärtig, helfe mit, die Erinnerung an Krieg und Gewalt wach zu halten. Das Erinnern sei ein weiterer unverzichtbarer Baustein für den Erhalt des Friedens. Wer sich das unendlich große Leid der beiden Weltkriege vorstelle, könne kaum auf den Gedanken kommen, wieder eine kriegerische Auseinandersetzung beginnen zu wollen.
Schüler der Nachbarschaftshauptschule stellten den Frieden ebenfalls in den Mittelpunkt ihrer Lesung. Die Chorgemeinschaft Schiltach/Schenkenzell umrahmte unter der Leitung von Dirigentin Susanne Mogler die Feier mit mehreren Liedvorträgen, darunter „Von guten Mächten“, „Herr deine Güte“ und „Frieden“.
Im Anschluss an die Feierstunde erfolgte beim Ehrenmal auf dem Schlossberg die Totenehrung und eine Kranzniederlegung. Das Ehrenmal war in der Nacht vor und nach dem Volkstrauertag durch Scheinwerfer angestrahlt worden und war weit ins Kinzig- und Schiltachtal hinein einsehbar. Am Vorabend des Volkstrauertages waren an der Soldatengedenkstätte und auf dem Soldatengrab des Schiltacher Friedhofes Kerzen entzündet worden.

Volkstrauertag

Die Kranzniederlegung am Volkstrauertag auf dem Schiltacher Schlossberg (von links): Vize-Kommandant Michael Götz, der frühere Kommandant Alois Schönweger, Bürgermeister Thomas Haas, Stadtrat Christian Wolber, Altstadtrat Georg Götz, Stephan Hubrich und Uli Esslinger von den Schuhu-Hexen sowie Kommandant Harry Hoffmann mit Abordnung.
Text und Foto: Rombach

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