Sonderausstellung Homberg
Öffnungszeiten ab 1. April:
Täglich von 11 bis 17 Uhr

Vernissage für die Sonderausstellung „Homberg-Harter“

Im Museum am Markt präsentiert die Stadt Schiltach derzeit eine Sonderausstellung, die dem Künstler Peter Homberg-Harter (1913-1996) gewidmet ist. Am Freitag fand die Vernissage statt. Bürgermeister Thomas Haas sprach Einleitung und Begrüßung, Dr. Hans Harter (Freiburg) hielt die Laudatio, und Hans Harter (Schiltach), der Pflegesohn des Künstlers, der die Ausstellung konzipiert und zusammen mit Hans Gaiser, Klaus-Ulrich Neeb und Helmut Schneider aufgebaut hat, berichtete mit bewegenden Worten von der enormen Energieleistung, die sein Pflegevater in die Kunst eingebracht habe.

„Ich freue mich über den gelungenen Aufbau der Homberg-Harter-Ausstellung und die gute Resonanz, die sie bereits bei der Eröffnung findet“, sagte Bürgermeister Thomas Haas, als er sich beim Vorbereitungsteam, den Leihgebern und den weiteren Beteiligten bedankte und die rund fünfzig Gäste willkommen hieß, darunter auch Verwandte des Künstlers sowie die beiden Ehrenbürger Gustav Kramer und Peter Rottenburger. Er machte zugleich aufmerksam auf diverse heimatgeschichtliche Aktionen und Kulturangebote der Flößerstadt.

Dr. Hans Harter (Freiburg) unternahm in seiner Laudatio einen spannenden Exkurs durch die wechselvolle und oft entbehrungsreiche Lebensgeschichte von Peter Homberg-Harter, band persönlichen Begegnungen mit dem Künstler treffend mit ein und machte an Hand vieler Beispiele einen anschaulichen Gang durch dessen Kunstschaffen. Geboren in Oberhausen/Rheinland und ausgebildet in Mülheim/Ruhr, Essen und Düsseldorf, kam der stark gehbehinderte Peter-Homberg-Harter 1951 nach Schiltach. Verheiratet war er mit der Schiltacherin Sofie Harter, die ihn bis zu ihrem Tod 1978 treu umsorgte, ihn liebevoll „Peterle“ nannte und wichtige Stütze für ihn war. Die letzten 17 Jahre seines Lebens verbrachte er anschließend im Schiltacher Pflegeheim. Dort hat er sein Kunstschaffen fortgesetzt. Einer seiner Schwerpunkte war die Gestaltung von Familienstammbäumen auf Kalbshautpergament, begründet auf eigener Forschung. „Die 60 Bilder der Ausstellung und die ergänzenden Skulpturen sowie viele weitere Werke im privaten und öffentlichen Bereich in Schiltach und umliegender Orte künden von der hohen Begabung, dem Fleiß und der überaus großen Schaffenskraft des Künstlers“, sagte Dr. Hans Harter, und er fügte hinzu: „ Es war für mich stets ein besonderes und nachhaltiges Erlebnis, den Künstler zu Hause in der Bachstraße oder später im Pflegeheim aufsuchen zu dürfen. Ich habe dabei aus der künstlerischen Arbeit und aus den zahlreichen Gesprächen viel von Peter Homberg-Harter gelernt.“ Die Ausstellung ist in der am 1. April beginnenden Museumssaison täglich von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Hans Harter, Bürgermeister Thomas Haas und Dr. Hans Harter (Freiburg)

Hans Harter (Schiltach), Bürgermeister Thomas Haas und Dr. Hans Harter (Freiburg) bei der Vernissage der Ausstellung Homberg-Harter (von links).
Text und Foto: Rombach


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