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Der "elektronische Müllsheriff" kommt wieder zum Einsatz

Nach einer längeren Unterbrechung, aufgrund der Umstellung auf die Seitenladerfahrzeuge, kommt in den nächsten Wochen der sog. `elektronische Müllsheriff´ im Landkreis Rottweil wieder zum Einsatz. Dieses Gerät überprüft die Biotonnen auf Störstoffe, d.h. nicht kompostierbare Stoffe, die die Verwertung des Biomülls negativ beeinflussen. Während einer dreiwöchigen Einführungsphase werden die als störstoffhaltig erkannten Biotonnen noch entleert, aber mit der sog. `Gelben Karte´ versehen, einem gelben Hinweiszettel, mit dem die Nutzer der betreffenden Tonne über den Störstoffinhalt informiert werden. Nach der Einführungsphase werden störstoffhaltige Tonnen nicht mehr entleert und erhalten die `Rote Karte´.

Mit der Betreiberfirma BRS, die den Biomüll aus dem Landkreis Rottweil in der Vergärungsanlage in Deißlingen verwertet, ist eine Obergrenze für Störstoffe im Biomüll vertraglich festgelegt. Wird diese Obergrenze überschritten, erhöht sich der Aufwand für die Firma und somit auch der Preis pro Tonne Biomüll. Um die Störstoff-Obergrenze dauerhaft sicher einzuhalten, wird mit Hilfe des `elektronischen Müllsheriffs´ eine Qualitätskontrolle direkt bei der Abfuhr durchgeführt. Das System wurde auch bereits in der Vergangenheit erfolgreich eingesetzt, die vertraglich vereinbarten Qualitätsanforderungen an den Biomüll konnten jederzeit erfüllt werden.

Bei dem `elektronischen Müllsheriff´ handelt es sich um ein Prüfgerät, das an der Schüttung des Müllfahrzeugs installiert ist. Es hat sich gezeigt, dass das Gerät absolut zuverlässig funktioniert, d.h. alle Biotonnen, die durch das System beanstandet werden, enthalten mit Sicherheit auch Störstoffe. Durch die Installation an der Schüttung des Müllfahrzeugs wird die Kontrolle der Biotonnen vor der Entleerung ohne zusätzlichen Zeitaufwand ermöglicht. Sobald eine Biotonne, die Fehlwürfe enthält, von der Hebevorrichtung aufgenommen wird, ertönt im Führerhaus des Fahrzeugs ein akustisches Signal und eine Kontrolllampe leuchtet auf. So wird dem Fahrer vor dem Entleerungsvorgang signalisiert, dass die betreffende Biotonne Störstoffe enthält. Während der Einführungsphase, im Modus `Gelbe Karte´, wird die betreffende Biotonne entleert und mit einem gelben Hinweiszettel versehen. Im Modus `Rote Karte´ wird die Schüttung des Müllfahrzeuges vom System blockiert und der Entleerungsvorgang wird abgebrochen. Die betreffende Biotonne wird ungeleert zurückgestellt und erhält einen roten Hinweiszettel. Dies bedeutet dann für die Benutzer einer beanstandeten Biotonne, dass die Tonne, wenn die Störstoffe nicht entnommen werden, auch beim nächsten Leerungsversuch erneut nicht entleert werden kann.

Für den Fall, dass die Betroffenen den Inhalt einer beanstandeten Biotonne nicht nachsortieren wollen oder können, besteht die Möglichkeit, den Biomüll in die Restmülltonne oder in die roten Müllsäcke für zusätzlichen Restmüll umzufüllen. Diese Säcke sind gegen Gebühr auf den Rathäusern erhältlich. Außerdem kann eine kostenpflichtige Sonderleerung (35,00 €) bei der Firma ALBA angefordert werden.

Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass Biomüll nicht in Kunststofftüten verpackt werden darf. Dies gilt auch für Kunststofftüten, die als biologisch abbaubar gekennzeichnet sind und speziell für die Sortierung von Biomüll angeboten werden.

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