Buchpräsentation an historischem Ort

Der aus Schramberg stammende und derzeit in Sigmaringen tätige Historiker Carsten Kohlmann hat am Samstag im Gasthaus „Reichenbächle“ an historischem Ort im Reichenbächletal sein Buch „Das Reichenbächle bei Lehengericht – Die erste Grenzbereinigung im Südweststaat“ einem Kreis geladener Gäste vorgestellt. Ergänzt werden seine Ausführungen durch eine Vielzahl historischer Bilder sowie durch einen Beitrag des Lehengerichter Geologieexperten Friedrich Wolber über den Bergbau im Reichenbächle sowie durch Grubenaufnahmen und Plandarstellungen des Oberndorfer Höhelenforschers Wolfgang Strittmatter. Hergestellt wurde das neue Buchwerk bei „Wolber Kommunikation & Print“ in Hausach, die Erfassung der Bildvorlagen oblag Thomas Wolber aus Lehengericht. Das neue Buch, das im Auftrag der Stadt Schiltach und der Ortschaftsverwaltung Lehengericht entstanden ist, ist zugleich der kräftige Schlusspunkt des Jubiläumsjahres 2006 „50 Jahre Reichenbächle bei Lehengericht“. Es ist das erste größere Werk über Lehengericht und das am 1. April 1956 angegliederte Reichenbächletal und fügt sich hervorragend ein als nunmehr vierter Band in die städtische Buchreihe „Beiträge zur Geschichte der Stadt Schiltach“.

Das Reichenbächle-Buch

Ortsvorsteher Thomas Kipp würdigte bei der Buchvorstellung die umfangreiche Arbeit der Autoren und aller Beteiligten sowie die Hilfe der Stadt Schiltach und nannte das Buch ein historisches Werk, das weit über Lehengericht hinaus in die umliegende Region wirken werde. Sein Dank galt der Gastgeberfamilie Wolber vom Reichenbächle-Gasthaus. Carsten Kohlmann gab einen Abriss über seine Forschungsarbeit bei der Bucherarbeitung und lobte die erfahrene Unterstützung von vielen Seiten und das gute Einvernehmen mit allen Beteiligten. Sein sehr aufschlussreiches und informatives Buch zeigt die Bauernhöfe des Klosters Alpirsbach auf, vermittelt einen Einblick in die Teilgemeinde Reichenbächle an der Landesgrenze, beschreibt die Umgemeindung im Südweststaat und schließt mit einer Zusammenfassung der Forschungsergebnisse. „Mit der Herausgabe dieses Reichenbächle-Buches“, so sagte er, „setzt die Stadt Schiltach ein vorbildliches Zeichen kommunaler Kulturarbeit.“ Frieder Wolber stellte seinen Buchbeitrag vor, der den Bergbau im Reichenbächle und in der Umgebung aufzeigt. Jakob Wolber, in dessen Hand die Produktion lag, erläuterte die drucktechnischen und gestalterischen Besonderheiten der Buchausgabe. Bürgermeister Thomas Haas bezeichnete das neue Buch als gelungenen heimatgeschichtlichen Beitrag, und er fügte hinzu: „Stadt und Gemeinderat sind allen Beteiligten dankbar.“ Er lud ein zur Beteiligung an der „Schiltach-Wikipedia“ und kündigte an, dass ein geordnetes städtisches Bildarchiv angelegt und dass in nächster Zeit in einer Zeitzeugenbefragung Schiltacher historische Ereignisse erkundet und dokumentiert werden sollen.

Vor der Buchpräsentation waren die funktionsfähige Mühle des Reichenbächle-Gasthauses und ein historischer Speicher des Stammelbachhofes besichtigt worden.

Die Beteiligten bei der Buchvorstellung

Die Verantwortlichen und Gäste bei der Buchpräsentation „Das Reichenbächle bei Lehengericht – Die erste Grenzbereinigung im Südweststaat“ vor der Mühle des Reichenbächle-Gasthauses (von links): Historiker Dr. Hans Harter, Gastgeber Klaus Wolber (Reichenbächle-Gasthaus), Ehrenbürger und ehemaliger Lehengerichter Bürgermeister Gustav Kramer, Geologe und Bergbauexperte Friedrich Wolber, Ortsvorsteher Thomas Kipp, Bürgermeister Thomas Haas, Autor und Historiker Carsten Kohlmann, Produzent Jakob Wolber, Heimatkundler Helmut Schneider, Evelin Kohlmann, Tanja Strittmatter und Höhlenforscher Wolfgang Strittmatter. Das Bild, das Carsten Kohlmann hält, ist das vergrößerte Deckblatt des neuen Buches nach einer Fotografie von Pfarrer i. R. Gerhard Trautwein.
Foto: Rombach


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