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Neuerungen beim Gelben Sack

Verkaufsverpackungen aus Kunststoffen, Verbundstoffen und Metallen werden im Landkreis Rottweil seit vielen Jahren über den Gelben Sack gesammelt. Die DSD GmbH hat die Leistung des Sammelns und Verwertens der Verkaufsverpackungen neu ausgeschrieben. Ab dem Jahr 2007 geht die Zuständigkeit für die Einsammlung der Gelben Säcke von der Firma Schrägle auf die Firma Sita Heinemann, Talheim, über. Dabei ergeben sich einige Neuerungen.

Die DER GRÜNE PUNKT – Duales System Deutschland GmbH (DSD GmbH) betreibt auf der Grundlage der Verpackungsverordnung in der Bundesrepublik Deutschland seit 1992 ein flächendeckendes Entsorgungssystem für gebrauchte Verkaufsverpackungen. Die Leistungen werden nicht vom Landkreis über Müllgebühren, sondern vom Dualen System über das Lizenzzeichen „GRÜNER PUNKT“ – und damit über den Kauf der Ware – finanziert.

Zum Jahresende 2006 laufen die bisherigen Verträge über die Sammlung und Verwertung der Verkaufsverpackungen aus, weshalb die DSD GmbH die Leistung neu ausgeschrieben hatte. Für den Landkreis Rottweil erhielt die Firma Sita Heinemann den Zuschlag, vom 01.01.2007 bis 31.12.2009 die Gelben Säcke einzusammeln.

Die Firma Sita Heinemann lässt daher in der Kalenderwoche 50 bis 52 an alle Haushalte im Landkreis Rottweil neue Gelbe Säcke verteilen. Die Verteilung wird in den meisten Gemeinden von Vereinen durchgeführt. Jeder Haushalt erhält eine Rolle mit 26 Säcken als Jahreskontingent. Noch vorhandene alte Gelbe Säcke können selbstverständlich aufgebraucht werden. Sollten zusätzliche Gelbe Säcke benötigt werden, sind diese nach wie vor auf den Rathäusern und Ortsverwaltungen sowie von der Firma Sita Heinemann und beim Landratsamt erhältlich.

Mit Übergang der Abfuhr der Gelben Säcke auf den neuen Unternehmer ergeben sich auch Änderungen bei den Abfuhrtagen. Wo erforderlich, wurden Zusatzabfuhren eingefügt. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft bittet um Beachtung der im Abfallkalender enthaltenen neuen Termine.

Für eventuelle Reklamationen und Fragen zum Gelben Sack ist auf jedem Gelben Sack die Hotline 0180/13732255 der Firma Sita Heinemann aufgedruckt, wobei das Telefonat von jedem Ort im Landkreis Rottweil zum Ortstarif geführt werden kann. Ebenfalls auf jedem Gelben Sack aufgedruckt sind die Sammelvorgaben, denn in den Gelben Sack gehören lediglich Verpackungen aus Kunststoffen, Verbundstoffen und aus Metall. Kunststoffgegenstände, die keine Verpackungen sind, wie z. B. Schüsseln, Nudelsiebe oder Spielzeug aus Kunststoff, gehören in den Restmüll. Größere Kunststoffteile, die nicht in den Restmülleimer passen, kommen zum Sperrmüll.

Gerade mit diesen Nichtverpackungs-Kunststoffen wird das Duale System ab dem nächsten Jahr restriktiver umgehen. Im Jahr 2005 musste im Landkreis etwa ein Drittel des Inhalts der Gelben Säcke den Sortierresten zugeschlagen werden, sodass nicht nur von wenigen Fehlwürfen ausgegangen werden kann, sondern von teilweisem Missbrauch der Gelben Säcke für die Entsorgung von Restmüll. Das Duale System hat den Entsorgern daher für alle Landkreise eine Sammelquote bzw. eine Höchstmenge vorgegeben. Bei Überschreitung dieser Höchstmenge drohen den Abfuhrunternehmen empfindliche Abzüge beim Entgelt. So werden die Sammler gezwungen, Gelbe Säcke bei erkennbarer Fehlbefüllung vor Ort liegen zu lassen. Diese Säcke sind dann mit einem Aufkleber zu kennzeichnen, der die Bürger auf die Fehlbefüllung hinweist und zur Nachsortierung auffordert.

Leider wird von vielen Bürgern des Kreises Rottweil der Gelbe Sack immer noch als reguläre Entsorgungsmöglichkeit für Kunststoffe aller Art angesehen. Dies trifft jedoch seit einigen Jahren nicht mehr zu. Mit Einführung des Gelben Sackes wurde zwar 1992 mit dem Dualen System vereinbart, dass mit dem Gelben Sack auch Kunststoffe eingesammelt werden, die Nichtverpackungen wie z. B. Spielzeug, Kleiderbügel und andere Kunststoffformteile sind. Der Landkreis musste sich jedoch verpflichten, die Kosten für diese verpackungsfremden Kunststoffe zu tragen. Aus dieser gemeinsamen Nutzung des Gelben Sackes stieg der Landkreis schon im Jahr 2004 aus, und zwar vor dem Hintergrund, dass Nichtverpackungs-Kunststoffe ohnehin in der mechanisch-biologischen Anlage in Buchen aus dem Restmüll als heizwertreiche Stoffe zur energetischen Verwertung ausgelesen werden und die teure Sammlung über den Gelben Sack somit nicht mehr braucht. Seither informiert der Landkreis z. B. über den Abfallkalender, dass die Nichtverpackungs-Kunststoffe in den Restmüll gehören. Das bisherige Abfuhrunternehmen für den Gelben Sack konnte die Fehlbefüllungen aufgrund einer großzügigeren Vertragsgestaltung noch tolerieren. Mit Neuausschreibung hat das Duale System diesen Entsorgungsweg jedoch unterbunden und der beauftragte neue Unternehmer wird sich an diese Vorgaben zu halten haben. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft weist daher ausdrücklich darauf hin, dass die Gelben Säcke ausschließlich für Verpackungen aus Kunststoffen, Verbundstoffen und Metallen zu nutzen sind und alle übrigen Kunststoffe bzw. Nichtverpackungs-Kunststoffe in den Restmüll bzw. bei größeren Gegenständen zum Sperrmüll zu geben sind.

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