Bericht Gemeinderatssitzung vom 25.10.2006

Vor der eigentlichen Sitzung traf sich der Schiltacher Gemeinderat „Vor Hunsel“ um Flächen zu besichtigen, die im Auftrag der Stadt von Schafen und Ziegen beweidet werden. Frank Lamprecht von „Landschaftspflege mit Biss“ erläuterte den Gemeinderatsmitgliedern die Vorgehensweise und die Bedeutung der Landschaftsoffenhaltung. Auch im „Tiefenbach“ wurde eine Pflegefläche in Augenschein genommen, die sich allerdings noch nicht in einem optimalen Zustand befindet. Hier sind noch manuelle Nachpflegearbeiten erforderlich, was noch in diesem Jahr der Fall sein wird.

Mitglieder des Gemeinderates bei der Besichtigungstour

Bürgermeister Thomas Haas bedankte sich im Namen des Gemeinderates bei Frank Lamprecht für seine Ausführungen und seine Leistungen. Er ist auch im Neckartal stark engagiert und hat sich bereits überregional einen Namen als Landschaftspfleger gemacht hat.

1. Kurzbericht über das Ergebnis der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung

Bürgermeister Thomas Haas berichtete aus der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung und teilte mit, was seither hinsichtlich der gefassten Beschlüsse veranlasst worden ist.

2. Bausachen

Dem Gemeinderat lagen folgende Bauanträge zur Beratung vor:

a) Neubau eines Carports in Schiltach, Schramberger Straße 55, Flst. 216/2

b) Antrag auf Anbau an das bestehende Gebäude „Auf dem Hof 186“, Schiltach-Lehengericht, Flst. 338 L

c) Bauantrag auf Neubau eines Mutterkuhstalles in Schiltach-Lehengericht, Kienbronn 164, Flst. 253

Nach Einsichtnahme der Pläne und Erläuterung durch die Verwaltung erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen.

3. Neugestaltung des Internet-Auftritts der Stadt Schiltach

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Thomas Haas den Geschäftsführer der Schramberger Internet-Agentur „Hitcom“, die den Internet-Auftritt der Stadt Schiltach komplett neu überarbeitet hat.

Mit diesem „Relaunch“ soll der städt. Internet-Auftritt inhaltlich und optisch an die derzeitigen Standards angepasst werden, vor allem ist nun durch ein modernes CMS-System eine schnellere und einfachere Aktualisierung möglich. Außerdem ist der Schiltacher Internet-Auftritt ab sofort „barrierefrei“ und steht somit auch Sehbehinderten und Menschen mit anderen Einschränkungen zur Verfügung.

Steffen Hemberger teilte dem Gemeinderat mit, dass rd. 35.000 Internet-Benutzer monatlich den Schilta-cher Internet-Auftritt besuchen. Diese erstaunlich hohe Zahl für eine Gemeinde mit 4.000 Einwohnern stellt einen Spitzenplatz im Land Baden-Württemberg dar und zeigt deutlich, welches Interesse das Me-dium „Internet“ mittlerweile genießt. Als Schiltach im Jahr 2001 zum „Internetdorf des Jahres“ in Baden-Württemberg gewählt wurde, war man stolz auf 300 tägliche Besuche. Im September 2006 konnten bereits täglich über 1.000 gewollte Klicks auf „schiltach.de“ registriert werden.

Mit den neuen Seiten verfügt die Stadt Schiltach nunmehr über den modernsten „E-Bürgerservice“, der in Baden-Württemberg derzeit angeboten wird. Neu ist auch eine Lageplanfunktion im Veranstaltungskalender, die den Besuchern den Weg zum entsprechenden Veranstaltungsort zeigt. Im Tourismus-Bereich wurde eine Gastgeber-Datenbank integriert, die den Gästen eine direkte Buchungsanfrage beim jeweiligen Vermieter ermöglicht.

Ein ganz besonderes Highlight für eine Gemeinde der Größenordnung Schiltachs ist das „Stadt-Wiki“, das sehr gut angelaufen ist. Es handelt sich hierbei um ein Internet-Lexikon, das nicht von einer festen Redaktion eingerichtet und gepflegt wird, sondern von jedermann ergänzt und geändert werden kann.

Nach wie vor sind die hervorragend angenommenen Angebote des Schiltach-Mails und des SMS-Services im Internetangebot Schiltachs enthalten.

Die Gemeinderäte zeigten sich beeindruckt von der neuen Homepage und freuten sich über die gute Resonanz in der Bevölkerung. Entscheidend für die starke Frequentierung sei die Aktualität, was aus den Reihen des Gemeinderates besonders lobend erwähnt wurde.

Im Zusammenhang mit der Diskussion über die neuen Seiten wies Bürgermeister Thomas Haas darauf hin, dass auf der Homepage auch die Lieder des Schiltacher Silvesterzuges zu hören sind, da sich in den letzten Jahren gezeigt habe, dass manchem Zug-Teilnehmer die Melodien nicht mehr geläufig sind. Dankenswerter Weise hat die evangelische Kantorei zusammen mit dem Männergesangverein „Eintracht“ und weiteren Schiltacher Bürgern die traditionellen Weisen aufgenommen, wofür sich das Stadtoberhaupt herzlich bedankte. Namentlich erwähnte er hierbei Michael Buzzi, der für die Aufnahmen verantwortlich zeichnete.

4. LEADER
- Beitritt zum angestrebten Fördergebiet


Bürgermeister Thomas Haas berichtete dem Gemeinderat vom sog. „LEADER-Projekt“ der Europäischen Union, das auch im Mittleren Schwarzwald umgesetzt werden soll. Es handelt sich um einen europäischen Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Schwerpunkte der Förderung sind lokale Aktionsgruppen, was nunmehr auch in einem Teil des Landkreises Rottweil und einem Teil des Ortenaukrei-ses angegangen werden soll. Nach den Vorstellungen des Rottweiler Landrats Dr. Wolf-Rüdiger Michel könnte das Projekt-Büro in Schiltach beheimatet werden, da die Stadt zentral im vorgesehenen Fördergebiet liegt.

Die Kosten belaufen sich für Schiltach im ersten Jahr auf 4.000,-- €, später werden jährlich 1.200,-- € fällig.

Nach kurzer Diskussion beschloss der Gemeinderat einstimmig dem „LEADER-Projekt“ beizutreten.

5. Umbau Rathaus Schiltach/Bürgerbüro
- Festlegung von Detailfragen

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Thomas Haas den Architekten Wagner vom Büro Janasik, der die Bauleitung für den Rathausumbau im Bereich des Einwohnermeldeamtes inne hat. Der Baubeginn hat sich dadurch verzögert, dass doch eine Baugenehmigung mit Prüfstatik erforderlich war und auch die Denkmalschutzbehörde gehört werden musste.

Dem Gemeinderat wurden die Pläne noch einmal dargelegt, wobei das Architekturbüro auch Vorschläge zum künftigen Bodenbelag machte. Entgegen der ursprünglichen Absicht, einen Stein- oder Fliesenbelag einzubringen, wird nunmehr Linoleum vorgeschlagen, um kein zusätzliches Gewicht zu bringen und somit statischen Problemen vorzubeugen. An die Decke sollen Akustik-Platten angebracht werden, um optimale Verhältnisse für die fünf Arbeitsplätze zu schaffen.

Aus den Reihen des Gemeinderats wurden die Pläne als sehr gelungen gelobt. Insbesondere wurde es gut geheißen, dass nunmehr eine sehr offene und freundliche Situation für die Bürger und Touristen geschaffen wird, was nach den ersten Überlegungen in diesem Ausmaß nicht zu erwarten war.

Einstimmig wurden abschließend die Vorschläge des Architekten gutgeheißen. Baubeginn soll Anfang Januar sein, damit die Baumaßnahme rechtzeitig vor Fasnet beendet ist.

6. Anfragen, Verschiedenes

Bei diesem Tagesordnungspunkt wurden verschiedene Bekanntgaben gemacht. Außerdem wurden Anfragen aus den Reihen des Gemeinderats beantwortet.


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