Stadtnachricht

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 4. April 2012


1. Kurzbericht über das Ergebnis der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung

Bürgermeister Thomas Haas berichtete den Gemeinderäten aus der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung und teilte mit, was seither hinsichtlich der gefassten Beschlüsse veranlasst worden ist.

2. Bausachen

Dem Gemeinderat lag der Bauantrag auf Neubau eines Rinderstalles und Einbau einer Güllegrube (veränderte Ausführung zur vorhandenen Baugenehmigung) in Schiltach-Lehengericht, Herrenweg 144 vor.

Nach Einsichtnahme der Pläne und Erläuterung durch die Verwaltung wurde das gemeindliche Einvernehmen einstimmig erteilt.

3. Erfassung Kleindenkmale
- Information durch Herrn Dr. Hans Harter


Bürgermeister Thomas Haas begrüßte zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Dr. Hans Harter, der im Auftrag des Landkreises Rottweil die Koordination der Erfassung von Kleindenkmalen im westlichen Kreisgebiet übernommen hat.  Die Erfassung in Schiltach und Lehengericht führt er gemeinsam mit einem Team aus Mitgliedern des historischen Vereins selbst durch.

PolensteinDr. Harter erläuterte dem Gemeinderat wie es zu dem Gedanken kam, die zahlreichen Kleindenkmale in Baden-Württemberg auf Kreisebene zu dokumentieren. So haben verschiedene Vereinigungen unter Federführung des Landesdenkmalamtes das Projekt auf den Weg gebracht, das in anderen Landkreisen teilweise bereits abgearbeitet ist. Bei den Kleindenkmalen handelt es sich beispielsweise um Bildstöcke, Wegkreuze, Kapellen, Brunnen, Erinnerungs-bauwerke, Bierkeller oder auch Wehre. „Insgesamt ist es ein sehr großes Sammelsurium“, verwies Dr. Harter auf den enormen Umfang, den die ehrenamtlichen Erfasser bereit sind auf sich zu nehmen. Intern sei man übereingekommen, archäologische Dinge, Burgruinen und Gebäudebestandteile außen vor zu lassen, um den Aufgabenbereich sinnvoll einzugrenzen.

Zweck der Erfassung und Dokumentation sei „aktiver Denkmalschutz“. Die Kleindenkmale sollen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden, um die Bevölkerung für deren Bedeutung zu sensibilisieren und dabei zu helfen sie zu bewahren. Am Ende der Arbeit wird der Landkreis Rottweil eine Dokumentation mit allen erfassten Kleindenkmalen herausgeben.

Dr. Harter zeigte sich sehr erfreut, was bisher in Schiltach und Lehengericht erfasst und gefunden wurde. Gleichzeitig lobte er die hervorragende Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und der Verwaltung. Im Fall Schiltach legte er der Stadt insbesondere die Unterhaltung des „Pulverhäusles“ an der Bachstraße und des „Bismarcksteins“ in der Bahnhofstraße ans Herz.
         
Unter Applaus des Gemeinderats bedankte sich Bürgermeister Thomas Haas für das ehrenamtliche Engagement des Historikers und für die anschauliche Darstellung des Vorhabens im Gemeinderat.

4. Brückenprüfung
- Vergabe der Ingenieurleistungen


Vor einigen Jahren hat das Ingenieurbüro Hermann Rothenhöfer aus Karlsruhe im Auftrag der Stadt eine große Überprüfung aller gemeindeeigenen Brücken durchgeführt, wie dies zwischenzeitlich vorgeschrieben ist. Bürgermeister Thomas Haas wies den Gemeinderat darauf hin, dass die Kommunen verpflichtet sind, die Brückenbauwerke alle drei Jahre einer Kontrolle zu unterziehen und alle sechs Jahre eine umfangreichere Hauptprüfung durchzuführen.

Von Seiten der Verwaltung wurde daher vorgeschlagen, das Ingenieurbüro Rothenhöfer mit der nun anstehenden allgemeinen Kontrolle zu betrauen, da es auf die bereits vorhandenen Daten aller 38 betroffenen Brücken zurückgreifen kann. Der Umfang beläuft sich auf rund 250 bis 300 € pro Bauwerk, der Gesamtaufwand wurde mit 11.825 € angegeben.

Nach kurzer Diskussion fasste der Gemeinderat den einstimmigen Beschluss, die Brückenprüfung wie vorgeschlagen vom Ingenieurbüro Rothenhöfer vornehmen zu lassen.

5. Fragestunde für Bürger und Jugendliche

a. Wassertretanlage Gründlebühl

Zwei Zuhörerinnen erkundigten sich im Rahmen der Bürgerfragestunde danach, wie es mit der Wassertretanlage Gründlebühl weitergeht.

Bürgermeister Thomas Haas verwies auf den Gemeinderatsbeschluss, wonach die Anlage auf einfachste Weise instand gesetzt werden soll. Die ursprünglich angedachte Idee des naturnahen Ausbaus konnte aufgrund des geringen Wasservorkommens nicht umgesetzt werden.

Nachdem der technische Ausschuss sich kürzlich auf die Art der Fliesen festgelegt hat, die stattdessen verlegt werden sollen, wurden die Arbeiten entsprechend in Auftrag gegeben.

Da die Betreuung der Wassertretanlage in Zukunft ehrenamtlich erfolgen wird, wurde aus den Reihen der Zuhörer darum gebeten, den Ablauf so herzustellen, dass er auch von Frauen mühelos bedient werden kann. Stadtbaumeister Roland Grießhaber konnte die diesbezüglichen Bedenken zerstreuen, da lediglich ein Deckel von einem 100er Rohr heruntergezogen werden muss.

Der Wunsch nach einer Gerätehütte und der gärtnerischen Überplanung durch eine Landschaftsarchitektin wurde vom Gemeinderat zur Kenntnis genommen, zunächst jedoch nicht weiter diskutiert.

b. Bushaltestelle Schenkenzeller Straße/Hans-Grohe-Straße

Eine Zuhörerin regte die Anbringung eines Abfalleimers bei der Haltestelle Schenkenzeller Straße/Hans-Grohe-Straße an.

c. Einladung zur Leonhard-Ausstellung

Leonhard-Ausstellungs-Plakat Dr. Hans Harter lud die Gemeinderäte im Zusammenhang mit der Bürgerfragestunde zur Ausstellung des Malers Werner Leonhard im Museum am Markt ein, wo die Werke seiner Schiltacher Schaffenszeit vom 21.04. bis 30.09.2012 zu sehen sein werden. Er bedankte sich bei der Stadt für die Unterstützung der Ausstellungsvorbereitung, was von Bürgermeister Thomas Haas gerne erwidert wurde. In seinen Dank bezog er auch die übrigen Mitglieder des historischen Vereins ein, die die Ausstellung ermöglicht haben.

d. Fußgängerüberweg an der „Oberen Säge“

Auf Nachfrage aus der Zuhörerschaft wurde mitgeteilt, dass die Untere Verkehrsbehörde an der „Oberen Säge“ keinen Fußgängerüberweg anordnen kann. Auf das Pflaster entlang der Tankstelle soll ein weiterer Hinweis auf den Geh- und Radweg aufgemalt werden.

6. Anfragen, Verschiedenes

Bei diesem Tagesordnungspunkt gab Stadtbaumeister Roland Grießhaber bekannt, dass auf Anordnung der Unteren Verkehrsbehörde die Blinkleuchten an den Fußgängerüberwegen in Schiltach abgebaut werden müssen, da für sie keine verkehrsrechtliche Anordnung vorliegt und die Vorraussetzungen hierfür nicht erfüllt sind.
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