Stadtnachricht

Gemeinderatsbericht vom 7. Dezember 2011


Zur traditionellen Jahresabschlusssitzung begrüßte Bürgermeister Thomas Haas im Sitzungssaal neben den Gemeinderäten auch den Ortschaftsrat Lehengericht.

1.  Stadtplanung
- Vorstellung/Beauftragung des Büros Meister. Architekten


Schon seit geraumer Zeit machen sich die Verantwortlichen der Stadt Gedanken über die weitere Entwicklung der Gemeinde, insbesondere auch im Blick auf das Parken. „Die Stadt verändert sich, das touristische Angebot verändert sich und auch die  Situation der örtlichen Gewerbebetriebe unterliegt einem ständigen Wandel“, hob der Bürgermeister die Erfordernis von städteplanerischen Grundsatzüberlegungen hervor.

Man habe sich daher mit verschiedenen renommierten Planungsbüros in Verbindung gesetzt und das städtische Anliegen vorgebracht, wie mit den schwierigen Randbedingungen in Zukunft umgegangen werden soll.
     
So seien in Schiltach mit seiner steilen Topografie, den beiden Flüssen, der denkmalgeschützten Altstadt, den Industriebetrieben und dem damit verbundenen Verkehrs- und Parkkonflikt einige Prämissen vorhanden, mit denen es umzugehen gilt. Die Stadt suche daher die langfristige Zusammenarbeit mit einem Stadtplanungsbüro, das die Verantwortlichen zukunftsweisend berät und anstehende Baumaßnahmen aus städtebaulicher Sicht begleitet.

Eines der Gespräche wurde auch mit dem Stadtplanungsbüro Meister.Architekten aus Ulm geführt, das – so die Meinung von Bürgermeister Thomas Haas – geeignet wäre, die geforderte Aufgabe zu erfüllen. Er habe den Inhaber Dr. Daniel P. Meister daher in die aktuelle Sitzung eingeladen, damit er sich dem Gemeinderat vorstellen kann und Beispiele seines bisherigen Wirkens erläutert.

Dr. Meister bedankte sich für die Einladung und nahm die Gelegenheit sehr gerne wahr, sich und sein Büro vorzustellen. „Meister.Architekten ist ein unabhängiges Büro für Architektur- und Stadtplanung, das 1977 von mir aus der Überzeugung gegründet wurde, dass nur mit ganzheitlichen Lösungsansätzen und interdisziplinärer Orientierung zukunftsichernde Projekte entwickelt werden kön-nen“, ging Meister auf die Firmenphilosophie ein. Heute arbeite ein Team aus sieben Architekten und Stadtplanern an Einzelaufgaben oder umfassenden Projekten für öffentliche und private Auftraggeber. Bei Bedarf werden Kooperationen mit Landschaftsarchitekten, Verkehrs-, Landschafts- und anderen Fachplanern eingegangen.

Eine Vorzeigereferenz sei die Projektentwicklung einschließlich Verkehrsplanung, Bebauungsplanung und Raumordnungsplanung für das „Legoland“ in Günzburg. Man habe jedoch auch schon zahlreiche Sanierungsprojekte in kleineren Gemeinden begleitet, weshalb man auf reichliche Erfahrung im Blick auf die geforderte Aufgabe zurückblicken könne.

Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat zeigte sich Dr. Meister davon überzeugt, dass die räumliche Entfernung zwischen Schiltach und Ulm kein wirkliches Problem darstelle. In der Zeit der neuen Medien wird sehr vieles auf digitalem Weg und per Telefon abgewickelt. Vor Ort Termine werden so rechtzeitig koordiniert, dass eine pünktliche Anreise überhaupt kein Problem darstelle.

Nach der Vorstellung des Büros betonten die Gemeinderäte noch einmal die dringende Erfordernis, eine städtebauliche Beratung in Schiltach zu installieren und beauftragten das Büro Meister.Architekten mit einem ersten Baustein, der vor allem die künftige Verkehrsentwicklung beinhaltet. Die Kosten liegen mit 14.700,-- € (netto) noch in einem überschaubaren Bereich. Hierbei zeigte man sich davon überzeugt, dass das ausgewählte Büro die Aufgabe gut schultern kann. Trotz der überschaubaren Größe decke es eine sehr große Bandbreite ab. Im Gegenteil sei bei einem kleinen Büro besser gewährleistet, dass auch der „Chef“ sich selbst einbringen kann und an den erforderlichen Koordinationsgesprächen mit privaten Bauherren und Industrieunternehmen teilnimmt.

2. Annahme von Spenden

Stadtkämmerer Gerhard Daniels teilte dem Gemeinderat mit, dass in den letzten Monaten wieder Spenden bei der Stadt Schiltach eingegangen sind, über deren Annahme der Gemeinderat zu entscheiden hat.

Insgesamt waren es 950,-- € für die Feuerwehr, die einstimmig dankend angenommen wurden.

3. Kurzbericht über das Ergebnis der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung

Bürgermeister Thomas Haas berichtete aus der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung und teilte mit, was seither hinsichtlich der gefassten Beschlüsse veranlasst worden ist.

4. Anfragen, Verschiedenes

Bei diesem Tagesordnungspunkt wurden verschiedene Bekanntgaben gemacht und Anfragen aus dem Gemeinderat beantwortet.

So wurde mitgeteilt, dass der ins Auge gefasste Verkehrsplaner zwischenzeitlich in Schiltach war, um sich die Situation in den Wohngebieten und an der „Oberen Säge“ anzuschauen. Man erhofft sich hierbei Vorschläge für eine bessere Akzeptanz der vorgegebenen Verkehrsbeschränkungen.

Aus den Reihen des Gemeinderates wurden bei diesem Tagesordnungspunkt die Umgestaltung des Gartens am „Rößleberg“ und die neue Einfriedung des Kinderspielplatzes an der „Häberlesbrücke“ gelobt. Auch sei das neue Geländer auf der Stützmauer entlang dem Weg „Vor Kuhbach“ optisch kein so großes Problem, wie dies anfangs befürchtet worden war.

Zum Schluss der Sitzung gab Bürgermeister Thomas Haas einen kurzen Rückblick über das abgelaufene Jahr, in dem sehr viele Projekte abgeschlossen und auf den Weg gebracht werden konnten. Er bedankte sich daher bei seinem Rathaus-Team für die Bereitschaft, das überdurchschnittliche Pensum auf sich zu nehmen und für die große Loyalität ihm gegenüber, die die Tagesarbeit sehr erleichtere. Ein besonderer Dank galt Ortsvorsteher Thomas Kipp für sein unglaubliches Engagement zum Wohl des Ortsteils Lehengericht. „Unsere Zusammenarbeit ist von großem Respekt und Vertrauen geprägt, was keineswegs selbstverständlich ist, wie man teilweise andern Orts feststellen muss“.

Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ galt natürlich auch den Gemeinderats- und Ortschaftsratsmitgliedern, die im abgelaufenen Jahr ein enormes Arbeitsprogramm abzuleisten hatten, das mit Klausurtagungen, Wahldiensten und zuletzt der Mithilfe beim Seniorennachmittag noch zusätzlich angehoben wurde. Auch die Zusammenarbeit mit den beiden Gremien sei von großem Vertrauen und Offenheit geprägt und mit größtmöglicher Transparenz durchgeführt worden.

Ein letzter Dank galt Herrn Rolf Rombach für seine regelmäßige Berichterstattung über die Arbeit des Gemeinde- und Ortschaftsrats, die er stets wohlwollend begleite.

Bürgermeisterstellvertreter Michael Buzzi erwiderte den Dank des Bürgermeisters im Namen seiner Stadtratskollegen gerne und bezog hierbei auch die Stadtverwaltung und den Bauhof sowie alle anderen städtischen Mitarbeiter mit ein. Er zeige sich beeindruckt vom „unbürokratischen und zupackenden Handeln“ des Bürgermeisters, das auch im abgelaufenen Jahr in einigen kritischen Situationen gefordert war. „Du mischst dich persönlich ein und nimmst dich nicht raus, wenn es ein plötzlich auftretendes Problem zu lösen gilt“. Das sei sehr beruhigend zu sehen und spreche für das Verständnis des Bürgermeisters von seiner Aufgabe als Stadtoberhaupt.

Auch Ortsvorsteher Thomas Kipp sprach ein Wort des Dankes im Namen der Ortschaft Lehengericht, die bei der Stadt Schiltach bestens aufgehoben sei. Das Jahr 2011 habe sich sehr positiv entwickelt, sehr vieles wurde angepackt und auf den Weg gebracht. „Herzlichen Dank für die unkomplizierte Zusammenarbeit“, schloss der Ortsvorsteher seine Ausführungen.
^
Redakteur / Urheber
Stadtverwaltung Schiltach

Kontakt

  • Stadtverwaltung
  • Marktplatz 6
  • 77761 Schiltach