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Bebauungsplanentwurf Vor Leubach

Hier können Sie sich den Vorentwurf des Bebauungsplans "Vor Leubach" als pdf runter laden:

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Stadtnachricht

Bericht aus der letzten Gemeinderatssitzung


1. Kurzbericht über das Ergebnis der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung

Bürgermeister Thomas Haas berichtete aus der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung und teilte mit, was seither hinsichtlich der gefassten Beschlüsse veranlasst worden ist.

2. Bausachen

Dem Gemeinderat lag ein Bauantrag vor auf Anbau eines Balkons an das bestehende Wohnhaus Welschdorf 229 in Schiltach-Hinterlehengericht, Flst. 221/19 der Gemarkung Lehengericht.

Nach Einsichtnahme der Pläne und Erläuterung durch die Verwaltung erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen.


3. Bebauungsplan „Vor Leubach“

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Thomas Haas die Ingenieure Gebhard Gfrörer und Uli Fechner, die im Auftrag der Stadt die ersten Planüberlegungen für das Baugebiet „Vor Leubach“ vorgenommen haben.

Schon im Rahmen der Flächennutzungsplanung in den Jahren 2005 bis 2008 hat sich der Gemeinderat darauf verständigt, den Bereich „Vor Leubach“ künftig einer baulichen Nutzung zuzuführen, weil es sich um eine der letzten größeren, zusammenhängenden Flächen für die Siedlungsentwicklung in Schiltach handelt. Sehr schnell hat sich dabei nach Auswertung eines Lärmgutachtens herausgestellt, dass die ursprünglich vorgesehene Nutzung als „Allgemeines Wohngebiet“ nicht zu realisieren ist, weil die unmittelbare Nähe zu der gewerblichen Bebauung „Am Hohenstein“ zuviel Konfliktpotenzial aufwerfen würde. Aus diesem Grund wurde eine Aufteilung der Fläche beschlossen. Im Anschluss an die bestehende Wohnbebauung „Vor Heubach“ soll ein Mischgebiet entstehen. Im sich westlich anschließenden Teilbereich ist eine gewerbliche Nutzung vorgesehen, die gleichzeitig als eine Art „Puffer“ zwischen der Wohnbebauung und den Industriebetrieben „Am Hohenstein“ dienen soll.

Gebhard Gfrörer stellte dem Gemeinderat den vorgelegten Entwurf ausführlich vor. Die durch das Gebiet verlaufende Wasserleitung des Zweckverbandes „Kleine Kinzig“ hat  die Planungen maßgeblich beeinflusst, da man sie aus künftigen Privatgrundstücken heraus halten wollte und generell grundsätzlich im künftigen Straßenverlauf vorsieht. Die ursprünglich angedachte Straßenerschließung durch einen Ring war aufgrund der topografischen Situation nicht möglich, weil zu starke Steigungen entstanden wären. Stattdessen sind die beiden Stichstraßen mit einem Fußweg verbunden, der die Steigungen teilweise mit Treppen überwindet. Die Erschließung des Gebiets soll in mehreren Bauabschnitten erfolgen und ist eher mittel- bis langfristig zu erwarten.

Insbesondere dieser Aspekt wurde aus den Reihen des Gemeinderats sehr begrüßt, da man nicht unnötig in diesen wertvollen Bereich eingreifen möchte, sondern nur dann, wenn tatsächlich Bedarf nachgewiesen ist. Andererseits war man sich auch darüber einig, dass es sich tatsächlich um eine der letzten Flächen im Tal handelt, auf der sich die Stadt entwickeln kann. 

Bis auf die Begrenzung der Gebäudehöhen beinhaltet der Bebauungsplanentwurf kaum einschränkende Festsetzungen für die künftigen Bauherren, um deren Bauwünschen breiten Raum zu lassen. Diskutiert wurde über ein Verbot von Flachdächern im Gewerbegebiet, die für die Höhenentwicklung der Gebäude kritisch sein könnten und für eine energetische Nutzung weniger geeignet sind als Sattel- oder Pultdächer. Das Ingenieurbüro Gfrörer wird sich hierzu noch einmal Gedanken machen, sodass der Gemeinderat vor der endgültigen Billigung des Planentwurfes abschließend über diesen Punkt befinden kann.

Alles in allem kam der Gemeinderat letztendlich einstimmig überein, den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Vor Leubach“ auf Grundlage des vorgelegten Entwurfs zu fassen, nunmehr die frühzeitige Unterrichtung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange durchzuführen und die Planung mit den Nachbargemeinden abzustimmen. Außerdem findet eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit in Form einer öffentlichen Planauslage statt.

4. Anfragen, Verschiedenes

Bei diesem Tagesordnungspunkt wurden verschiedene Anfragen aus den Reihen des Gemeinderats beantwortet.

Der Antrag eines Schiltacher Bürgers, wegen der Krankenhausdebatte einen Wechsel des Landkreises zu prüfen, wurde ablehnend beschieden, weil dies als „nicht zielführend und unrealistisch“ gesehen wurde. Stattdessen möchte sich die Stadt gemeinsam mit den übrigen Gemeinden der Region dafür stark machen, dass die Infrastruktur nicht noch weiter ausgedünnt wird. Vielleicht könne ja auch erreicht werden, dass zur Kompensation des Krankenhauswegfalls eine der zahlreichen anderen Einrichtungen, die in den letzten Jahren nach Rottweil verlagert wurden, wieder zurückkommt.       





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