Stadtnachricht

Verbrennen pflanzlicher Abfälle


Nach dem die Witterung zwischenzeitlich die ersten Gartenarbeiten zulässt, fallen bei den Gartenbesitzern wieder vermehrt pflanzliche Abfälle an.

Seit geraumer Zeit ist daher wieder die Annahmestelle für Gartenabfälle auf dem Bauhoflager im Bereich „Brühl“ (gegenüber der Kytta-Heilpflanzenanlage) geöffnet. Jeden Samstag steht dort zwischen 10 und 12 Uhr ein Beauftragter des Landratsamts zur Annahme von pflanzlichen Abfällen bereit.

Bei größeren Mengen Schnittgut stellt sich jedoch immer wieder die Frage, ob dieses nicht auch im Garten verbrannt werden darf.

Dies ist aus verständlichen Gründen nicht ganz unproblematisch und führt häufig zu Problemen mit der Nachbarschaft. Der Gesetzgeber hat daher genau festgelegt, wann und wo Gartenabfälle verbrannt werden dürfen.

Irrtümlicher Weise wird immer wieder angenommen, dass hierfür eine Genehmigung der Gemeinde erforderlich sei, was jedoch nicht den Tatsachen entspricht. Wenn die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, ist das Verbrennen ohne gesonderte Erlaubnis zulässig. Nur wenn es sich um größere Mengen pflanzlicher Abfälle handelt, ist das Bürgermeisteramt als Ortspolizeibehörde rechtzeitig vorher zu verständigen, damit gegebenenfalls die Feuerwehr eine Sicherheitswache vor Ort einrichtet. Die hierfür entstehenden Kosten sind allerdings vom Verursacher zu tragen. Die kleineren und „normalen“ Brandaktionen brauchen nicht angezeigt zu werden: Entweder sind sie zulässig, oder eben nicht.

Nach der Verordnung der Landesregierung über die Beseitigung pflanzlicher Abfälle außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen ist das Verbrennen unter folgenden Umständen zulässig:  

1. Innerhalb der geschlossenen Ortslage ist das Verbrennen grundsätzlich verboten!

2. Im Außenbereich ist es unter nachfolgend aufgezählten Bedingungen zulässig:

listBullet Nur auf dem Grundstück, auf dem die Pflanzenabfälle anfallen.

listBullet Die Pflanzenreste sind zu Haufen oder Schwaden zusammenzufassen und in trockenem Zustand zu verbrennen, um die Rauchentwicklung möglichst gering zu halten.

listBullet Der Verbrennungsvorgang ist so zu steuern, dass das Feuer ständig unter Kontrolle gehalten werden kann und dass durch Rauchentwicklung keine Verkehrsbehinderung und keine erhebliche Belästigung sowie kein gefahrbringender Funkenflug entsteht.

listBullet In keinem Fall dürfen folgende Mindestabstände unterschritten werden:

a) 100 m von der Bundesstraße

b)   50 m von Gebäuden und Baumbeständen

listBullet Bei starkem Wind darf nicht verbrannt werden, desgleichen nicht in der Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang.

listBullet Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle erloschen sein.

listBullet Die Verbrennungsrückstände sind alsbald in den Boden einzuarbeiten.
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