Stadtnachricht

Bericht aus dem Gemeinderat


1. Kurzbericht über das Ergebnis der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung

Bürgermeister Thomas Haas gab dem Gemeinderat bekannt, was in der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung beraten und beschlossen wurde.

In diesem Zusammenhang wurde mitgeteilt, dass der Gemeinderat den Abschluss eines Leasing-Vertrages für einen Dienstwagen (BMW X1) beschlossen hat, weil ein außerordentlich günstiges Angebot vorlag, das für die Gemeinde wirtschaftlicher ist, als die Erstattung von Reisekosten mit Privatfahrzeugen.

2. Bausache

Dem Gemeinderat lagen folgende Bauanträge zur Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens vor:

a) Kenntnisgabeverfahren zum Neubau eines Einfamilienhauses incl. Garage und Doppelgarage in Schiltach, Oberes Bickenmäuerle 9, Flst. 1085/2

b) Bauantrag auf Anbringung von Werbeanlagen in Schiltach, Schenkenzeller Straße 120, Flst. 1014/3

c) Bauantrag auf Neubau einer Großvieh-Stallung mit Lagerflächen in Lehengericht, Schöngrund 103, Flst. 539 der Gemarkung Lehengericht

Nach Einsichtnahme der Planunterlagen und Erläuterung durch die Verwaltung wurde jeweils das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

3. Festlegung des Nutzungskonzeptes für den Hochbehälter „Bühl“

Der Hochbehälter "Bühl", der früher als eigenes Wasserwerk für Vorderlehengericht diente

Vor der Sitzung hat der Gemeinderat gemeinsam mit dem Ortschaftsrat Lehengericht den sanierungsbedürftigen Wasserhochbehälter „Bühl“ in Vorderlehengericht besichtigt. Schon vor geraumer Zeit hat man sich darauf verständigt, dass der Hochbehälter wieder aktiviert werden soll, um die Versorgungssicherheit des Ortsteils Lehengericht zu erhöhen und für mindestens sieben Monate im Jahr eine Alternative zum Wasserbezug vom Zweckverband „Kleine Kinzig“ zu haben.

Bei der Besichtigung im Beisein von Ingenieur Wolfgang Strasser (Büro Eppler) hat sich bestätigt, dass sowohl für die Sanierung, als auch für einen alternativ möglichen Neubau enorme Aufwendungen erforderlich sind.

Bürgermeister Thomas Haas (links) erläutert den Sanierungsumfang des Hochbehälters

Ingenieur Strasser erläuterte dem Gemeinderat in der Sitzung die beiden möglichen Varianten, wobei er darauf hinwies, dass beide Alternativen sowohl Vor- als auch Nachteile hätten. Aufgabe der Gemeinde sei es, den Hochbehälter auf den heutigen Stand der Technik zu bringen, wobei es zu bedenken gelte, dass „Trinkwasser das wichtigste Lebensmittel sei“.

Bei einer Sanierung des vorhandenen Hochbehälters, der 1970 genehmigt wurde und 1974 eingeweiht werden konnte, müsste das Obergeschoss abgetragen werden. Am wichtigsten sei jedoch der Eingriff in die Behälterkammern, um diese hygienisch einwandfrei zu machen. Hierfür gibt es neben Fliesen auch die Möglichkeit mit Folien oder Platten zu arbeiten, was im Einzelfall noch festgelegt werden müsse.

Ein kompletter Neubau des Hochbehälters hätte den Vorteil, dass das Bauwerk auf die tatsächliche Erfordernis begrenzt werden könnte und damit deutlich kleiner würde. Hier könnten die hygienischen Voraussetzungen mit einem glatten Beton geschaffen werden, was nach Ansicht der  Planer optimal wäre. Auch sei es denkbar, durch eine geringfügige Standortverlegung die gleiche Wasserspiegelhöhe wie beim Hochbehälter „Baldersäcker“ zu erreichen, wodurch das gesamte Behältervolumen ausgenutzt werden könnte, was am vorhandenen Standort nicht möglich ist.

Im Gemeinderat entwickelte sich eine rege Diskussion darüber, welchen Weg man einschlagen möchte, um den Hochbehälter „Bühl“ wieder zu aktivieren. Die Kosten für die Sanierung und für den Neubau liegen ungefähr in gleicher Höhe bei 380.000/390.000 Euro. In jährlichen Betriebsraten gerechnet ist der Neubau mit 33.500 Euro gegenüber der Sanierung mit 36.000 Euro sogar etwas günstiger.

Bürgermeister Thomas Haas plädierte für den kompletten Neubau, weil man dann auf dem neuesten Stand der Technik ist, was im Blick auf die Betriebssicherheit für die nächsten Jahrzehnte sicher von Vorteil wäre. Das Ingenieurbüro Eppler gab darüber hinaus zu bedenken, dass im Fall der Sanierung Teile der Ausstattung erhalten würden, die man eigentlich nicht mehr braucht und nur unnötigen Unterhaltungsaufwand verursachen.

Ortsvorsteher Thomas Kipp wies darauf hin, dass der Ortschaftsrat bislang die Auffassung vertreten hatte, den vorhanden Hochbehälter zu erhalten und zu sanieren. Er gehe jedoch davon aus, dass bei Kenntnis der zwischenzeitlich vom Ingenieurbüro erarbeiteten Fakten auch im Ortschaftsrat ein Neubau befürwortet würde.

Mit 14 Ja-Stimmen und einer Enthaltung kam der Gemeinderat schließlich überein, sich auf einen Neubau festzulegen, der klare Vorteile gegenüber der Sanierung des Bestandes hat. Die Einzelheiten müssen in einem zweiten Schritt festgelegt werden, nachdem das Ingenieurbüro Eppler nunmehr genauer planen kann.

4. Anfragen, Verschiedenes

Bei diesem Tagesordnungspunkt wurden verschiedene Bekanntgaben gemacht und Anfragen aus den Reihen des Gemeinderats beantwortet. So berichtete Bürgermeister Thomas Haas, dass von Mai bis Oktober auf Initiative der Stadt die Möglichkeit besteht, bei der Tankstelle Zwick zwei E-Bikes (Fahrräder mit Elektromotor) tageweise zu mieten um die schwierige topografische Situation in Schiltach auch für ungeübte Radfahrer unter den Feriengästen interessant zu machen. Das Angebot wird zunächst auf diese Fremdenverkehrssaison befristet, um besser abschätzen zu können, wie sich der Bedarf entwickelt.

 

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