zwei Stempel

Stadtnachricht

Wegfall der Papierlohnsteuerkarte


Der Arbeitgeber benötigt bestimmte Informationen (Steuerklasse, Kinder, Freibeträge und Religionszugehörigkeit) um die Lohnsteuer der Arbeitnehmer berechnen und an das Finanzamt abführen zu können. Bisher diente die Lohnsteuerkarte als Träger dieser Informationen.

Ab dem Jahr 2012 sollen diese Informationen in einer Datenbank der Finanzverwaltung hinterlegt und den Arbeitgebern elektronisch bereitgestellt werden. Im Herbst 2009 wurde deshalb letztmals eine Lohnsteuerkarte auf Karton von den Gemeinden ausgestellt (Lohnsteuerkarte 2010).

Die Lohnsteuerkarte 2010 behält für das Übergangsjahr 2011 ihre Gültigkeit. Alle Arbeitgeber müssen die Lohnsteuerkarten 2010 ihrer Arbeitnehmer noch aufbewahren, da die darauf enthaltenen Eintragungen (z.B. Freibeträge) auch für das Jahr 2011 als Grundlage für die Abführung der Lohnsteuer dienen. Sollten sich für 2011 Abweichungen bei Steuerklasse oder Zahl der zu berücksichtigenden Kinder ergeben, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, dies dem Finanzamt mitzuteilen. Hierzu muss er die Lohnsteuerkarte 2010 zunächst beim Arbeitgeber anfordern. Die Änderung trägt er in das Formular „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2011“ oder „Vereinfachter Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2011“ ein und leitet dies
zusammen mit der Lohnsteuerkarte 2010 seinem Finanzamt zu. Die Gemeinden werden nicht mehr in das Lohnsteuerverfahren einbezogen.

Benötigt ein Steuerbürger für das Jahr 2011 erstmals eine Lohnsteuerkarte oder eine Ersatz-Lohnsteuerkarte, ist hierfür auch nicht mehr die Gemeinde zuständig. In diesen Fällen stellt das zuständige Finanzamt auf Antrag eine Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug, eine sogenannte „Ersatzbescheinigung“ aus. Ausgenommen hiervon sind ledige Arbeitnehmer, die im Jahr 2011 erstmalig eine Ausbildung beginnen. Hier kann der Arbeitgeber die Steuerklasse I unterstellen, wenn der Arbeitnehmer seine steuerliche Identifikationsnummer (IdNr), sein Geburtsdatum sowie die Religionszugehörigkeit mitteilt und gleichzeitig
schriftlich bestätigt, dass es sich um das erste Dienstverhältnis handelt.

Umfangreiche Informationen zur elektronischen Lohnsteuerkarte werden über die Internetadresse www.elster.de bereitgestellt.
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