Stadtnachricht

Vorverkauf für den "eingebildeten Kranken" hat begonnen


Am Samstag, 24. Juli um 20 Uhr führt das Zimmertheater Rottweil auf dem Schiltacher Marktplatz den Klassiker "Der eingebildete Kranke" von Molière auf. Bei der Tourist Info sind Karten im Vorverkauf für 10,-- € erhältlich
(Abendkasse: 12,-- €).


Eingebildete_kranke Der eingebildete Kranke

VON MOLIÈRE


MIT: NASTASJA CRAMER, REINHARD FROBOESS, AIMÉE GOEPFERT, KEVIN HOFFMANN, DOROTHEE JAKUBOWSKI, ARWID KLAWS UND TILL KRETZSCHMAR

REGIE: TONIO KLEINKNECHT

DRAMATURGIE: TINA BRÜGGEMANN

Argan, Hypochonder aus Leidenschaft, verbringt seine Tage mit der Sorge um seine Gesundheit. Alles dreht sich für ihn um Einläufe und medizinische Tränklein. Nur ein Tag mit einem Klistier ist ein gelungener Tag. Er ist derart fixiert auf den Medizinerklüngel, dass er ohne Skrupel seine Tochter Angélique mit einem zukünftigen Arzt verheiraten will. Angelique dagegen hat sich in Cléante verliebt, der sie aus einer kompromittierenden Situation gerettet hat. Das gefällt Béline, der zweiten Frau Argans, ganz und gar nicht. Sie ist nur darauf aus, ihren Gatten zu beerben, um ein neues Leben zu beginnen. Argans Bruder Béralde unternimmt nun gemeinsam mit dem Dienstmädchen Toinette mehrere Versuche, Argan von seiner Arzt-Besessenheit zu heilen. Doch erst als Toinette auf die Idee kommt, die Aufrichtigkeit der Liebe seiner Frau und seiner Tochter zu prüfen, wird die Wende zur Lösung eingeleitet.

Molières letzte Komödie, 1673 im Pariser Palais Royal uraufgeführt, ist eine bitterböse Farce auf das Geschäft mit der Krankheit und der Angst vor dem Tod. Sie löste damals einen Sturm der Entrüstung und laute Rufe nach einem Aufführungsverbot aus. In Deutschland im Jahr 2009 sollten wir uns impfen lassen, in 2010 warten wir auf die Reform im Gesundheitswesen und 2011 werden wir kaum klarer sehen, ob steigende Kassengebühren die allgemeine Versorgung tatsächlich verbessern.

Wie das vorwitzige Dienstmädchen Toinette und Argans Bruder den „Kranken“ von seinem Wahn heilen und auf welch verschlungenen Wegen sie das bewerkstelligen, setzt Regisseur Tonio Kleinknecht in seiner Inszenierung für das Zimmertheater Rottweil zeitgemäß ins Bild: rasant, komödiantisch, manchmal ein bisschen grotesk lässt er seine Darsteller agieren, entlarvt so ganz beiläufig Verhaltensweisen und Charaktere, die heute nicht viel anders sind als zu Molières Zeiten im 17. Jahrhundert.

Der eingebildete Kranke
Diafoirus (Arwid Klaws), zwar Medizinstudent, aber mit Geistesgaben nicht übermäßig gesegnet, wirbt um Angélique (Aimée Göpfert), die Tochter des "Eingebildeten Kranken". Die Umworbene ist entsetzt, der Vater (Reinhard Froboess) begeistert, der eigentliche Liebhaber (Kevin Hoffmann) wenig amüsiert.
Foto: Zimmertheater Rottweil
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