Stadtnachricht

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 30. Oktober 2019


1.   Kurzbericht über das Ergebnis der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung
 

Bürgermeister Thomas Haas berichtete aus der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung und teilte mit, was seither hinsichtlich der gefassten Beschlüsse veranlasst worden ist.
 
2.   Bausachen
 
Zu diesem Tagesordnungspunkt lagen keine Beratungsgegenstände vor.
 
3.   Parkhaus Hauptstraße
-     Vorstellung der Planung und Festlegung Fassadentyp
 

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Thomas Haas Herrn Diplom Ingenieur Bernd Beer von der AMP Parking Europe GmbH, die das Parkhaus auf dem Gelände der ehemaligen Neuapostolischen Kirche für die Stadt Schiltach plant.
 
Die vorliegende Hangsituation stellt die Planer vor eine große Herausforderung, weil es die Belüftung der Parkgarage ordnungsgemäß zu organisieren gilt. Es sollen drei Parkebenen als Parkrampen entstehen, dazu kommt ein überdachter Anbau hinter dem Parkhaus. Auf das Gebäude möchte der private Investor Armin Zwick ein Hotel aufsetzen. Baubeginn ist für Ende 2020 geplant. Die Bauzeit wird auf 1,5 Jahre geschätzt. Die Baukosten für die reine Parkgarage dürften lt. den Planern bei rund 5 Mio. EUR brutto liegen.
 
Es ist ein geschlossenes Parkhaus mit natürlicher Belüftung vorgesehen, dass in Ortbeton ausgeführt wird. Eine Stahlkonstruktion ist dort aus Brandschutzgründen nicht möglich. Zwischen den Stellplätzen wird es keine Stützen geben. Die Ein- und Ausfahrt erfolgt über die Hauptstraße.
 
Im Parkhaus und dem dahintergelegenen Anbau werden  126 Stellplätze entstehen. Dazu kommen 8 Stellplätze in der Schenkenzeller Straße und 9 Stellplätze vor dem Parkhaus. 2 davon sind als Behindertenparkplätze geplant. 2 weitere werden mit E-Ladestationen ausgestattet. Die Stellplatzbreite der „normalen“ Parkplätze beläuft sich auf komfortable 2,50 m.
 
Zur Hangsicherung wird eine enorme Bohrpfahlwand errichtet, die ohne Bodenanker auskommen muss, weil hierfür die Zustimmung des entsprechenden Grundstückseigentümers erforderlich wäre. Zur Belüftung des Parkhauses wird dieses einen Abstand von ca. 1,50 m zu dieser Bohrpfahlwand haben, die anfangs provisorisch abgestützt wird und im Endzustand gegen das Parkhaus angestützt werden muss.
 
Da es sich um ein relativ großes Gebäude handeln wird, kommt der Fassadengestaltung eine besondere Bedeutung zu. Die Fassade soll dem Gebäude jedoch nicht nur eine Hülle verleihen, sondern offen genug sein, um eine optimale Belüftung zu gewährleisten und gleichzeitig aber so geschlossen, dass eine lärmreduzierende Wirkung nach außen gewährleistet ist und einparkende Fahrzeuge keine Blendeinwirkung auf die Nachbargebäude verursachen.
 
Nach vielen Gesprächen schlagen die Planer zwei Fassaden-Varianten vor: Zum einem sei ein Aluminium-Lochblech denkbar, dass eine an Fachwerk erinnernde Struktur erhalten könnte. Zum anderen wären beschichtete Holzlamellen denkbar, wie sie beispielsweise mit großem Erfolg beim städtischen Bauhof zum Einsatz kamen und seither keinerlei Unterhaltungsaufwand verursachten. Die Kosten der beiden Varianten liegen ungefähr gleich.

Das Parkhaus, wie es sich die Planer vorstellen
 
Bevor der Gemeinderat in die Fassadendiskussion einstieg, wollte ein Stadtrat wissen, ob das Parkhaus zu einem späteren Zeitpunkt so nachgerüstet werden kann, dass möglichst viele Elektro-Ladestationen entstehen. Dies wurde von Bernd Beer bestätigt. Es wird auch eigens ein Raum eingeplant, in dem zu einem späteren Zeitpunkt ein Trafo untergebracht werden kann. Ein Gemeinderatsmitglied wollte außerdem wissen, ob die beiden Behinderten-Parkplätze vor dem Gebäude überdacht sein werden. Dies sei aus gestalterischen Gründen bislang nicht vorgesehen, könne aber später jederzeit nachgerüstet werden.
 
In der sich anschließenden Diskussion zur Fassadengestaltung gab es sowohl Stimmen für die Holzlösung, als auch für das gemusterte Lochblech, dessen Verwendung letztendlich als Beschlussantrag gestellt wurde. Mit 6 Ja- und einer Nein-Stimme sowie einer Enthaltung verständigte man sich auf die Metallfassade.
 
Nachdem diese Entscheidung gefallen war, gab Bürgermeister Thomas Haas dem Hotelinvestor Armin Zwick und dessen Architekt Philipp Groß die Gelegenheit, ihre Überlegungen vorzustellen. Geplant ist ein Hotel Garni im 3 Sterne-Bereich. Das Hotel wird 23 Zimmer haben, eines davon barrierefrei. Außerdem sind verschiedene Technikbereiche, eine Lobby und ein Frühstücksraum vorgesehen. Das Flachdach soll begrünt werden, wenngleich es einen Teil der erforderlichen Technik aufnehmen muss. Insgesamt handelt es sich um eine Holzkonstruktion, die sich optisch vom darunter gelegenen Parkhausteil abhebt. Die Gemeinderatsmitglieder nahmen die vorgestellten Pläne mit Interesse zur Kenntnis.
 
4.   Interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Gutachterausschuss
-     öffentlich-rechtliche Vereinbarung, endgültige Version

 
Der Gemeinderat hat bereits in seiner Sitzung am 18.09.2019 den Grundsatzbeschluss gefasst, eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit der Stadt Rottweil und 13 weiteren Kreisgemeinden abzuschließen, mit dem Ziel einen gemeinsamen Gutachterausschuss mit Geschäftsstelle bei der Stadt Rottweil zu bilden. Zwischenzeitlich liegt der endgültige Vereinbarungsentwurf vor, der gegenüber der ersten Version kleinere redaktionelle Veränderungen enthält, die mit dem Regierungspräsidium als Genehmigungsbehörde abgestimmt sind.
 
Ohne größere Diskussion stimmte der Gemeinderat dem vorgelegten Vereinbarungsentwurf einstimmig zu. Außerdem wurde der Auftrag an die Firma Koch Immobilienbewertung GmbH vergeben, die Bodenrichtwertkarte zu automatisieren und für die Veröffentlichung im Internet aufzubereiten.
 
5.    Anfragen, Verschiedenes
 
Bei diesem Tagesordnungspunkt wurden verschiedene Bekanntgaben gemacht und Anfragen aus den Reihen des Gemeinderats beantwortet.

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