Stadtnachricht

Freie Sicht an Straßen und Wegen schaffen - Sträucher und Bäume dürfen nicht in den Verkehrsraum ragen


Herbst und Winterzeit ist Baumschnittzeit! Deshalb wird Grundstückseigentümer aktuell geraten, die zulässige Schneidezeit von Bäumen und Hecken bis zum 1. März 2015 zu nutzen, um die sogenannten Lichtraumprofile entlang der Straßen, Geh- und Radwegen freizuhalten. Leider wird immer wieder festgestellt, dass Bäume, Hecken, Büsche und Sträucher von privaten Grundstücken weit auf öffentliche Straßen, Geh- und Radwege hineinragen und damit die freie Sicht der Verkehrsteilnehmer beeinträchtigen. Ebenfalls verdecken auch herabhängende Äste vielerorts Verkehrszeichen. Zudem gefährden dürre Äste und nicht mehr standsichere Bäume die Verkehrssicherheit. Die Straßenverkehrsbehörde erinnert in diesem Zusammenhang auch auf die Schadensersatzpflicht der Grundstückseigentümer, sollten Überhänge, abbrechende Äste oder umstürzende Bäume Unfälle verursachen oder Fahrzeuge beschädigen. 

Für ein ausreichendes Lichtraumprofil an den Straßen muss über der Fahrbahn und über einem angrenzenden Seitenstreifen von anderthalb Meter Breite außerorts, beziehungsweise einem halben Meter Breite innerorts, muss ein lichter Raum von viereinhalb Meter eingehalten werden. Bei einem vorhandenem Rad- und Gehweg muss ein lichter Raum von zweieinhalb Meter frei gehalten werden.

Im Hinblick auf Nässe und Schneelast im Winter und den damit verbundenen größeren Durchhang der Äste und Zweige rät die Straßenverkehrsbehörde den lichten Raum in allen Fällen jeweils einen halben Meter zu erweitern.

Bäume, Sträucher und sonstige Anpflanzungen dürfen weder die Sicherheit des Straßenverkehrs noch die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern beeinträchtigen. Nach § 28 Straßengesetz für Baden-Württemberg ist das Lichtraumprofil für Geh-, Radwege und Fahrbahnen dauerhaft freizuhalten.

Deshalb sind die Grundstückseigentümer verpflichtet, überstehende Zweige und Äste, die in das Lichtraumprofil hineinragen, zurück zu schneiden. Genauso verhält es sich mit den Verkehrszeichen und der Straßenbeleuchtung, die durch Bäume, Hecken oder Sträucher in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Hierbei ist es besonders wichtig, dass alle Verkehrszeichen frei einsehbar sind und die Straßenbeleuchtung im gesamten Ausbreitungsbereich des Lichtkegels frei gehalten wird.

Gerade jetzt wieder in der dunklen Jahreszeit wird durch eine gute Ausleuchtung der Straßen und Gehwege ein hohes Maß an Sicherheit vermittelt.

Bepflanzungen, die in die Sichtfelder von Straßeneinmündungen hineinragen, hierunter fallen auch die Einfahrten von Rad- und Gehwegen, müssen auf eine Höhe von 0,80 m zurück geschnitten werden. Der Rückschnitt ist so vorzunehmen, dass in der kommenden Vegetationsperiode, keine Beeinträchtigung auftritt.

Wenn Sträucher und Zweige an Verkehrsflächen bis zu den oben aufgeführten Höhen in den öffentlichen Verkehrsraum ragen, haftet grundsätzlich der Grundstückseigentümer bei Schäden z.B. (Kfz-Spiegel, Planen, Lackkratzer an Kfz).

Wir danken für Ihre Bemühungen und Ihr Verständnis der Allgemeinheit und der eigenen Sicherheit zu liebe.
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