Stadtnachricht

Bäume, Hecken und Sträucher zurück schneiden


Aufgrund des starken Wachstums in den letzten Tagen und Wochen wurde mehrfach mitgeteilt, dass Bäume, Hecken oder Sträucher von Privatgrundstücken in den öffentlichen Verkehrsraum hineingewachsen sind.
Hierdurch können Kraftfahrer aber auch Rad-, Roller und Motorradfahrer behindert werden.

Darüber hinaus stellt auch die Einengung der Gehwege durch überwachsendes Gehölz für die Fußgänger nicht nur eine Erschwernis sondern manchmal auch eine Gefährdung dar. Besonders gefährdet sind Kinder, die nach der Straßenverkehrsordnung bis zum vollendeten 8. Lebensjahr mit ihrem Fahrrad den Gehweg benutzen müssen. Werden sie durch überhängende Äste zum Ausweichen auf die Straße verleitet, besteht eine erhöhte Unfallgefahr für sie.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass hier die Verantwortung und Verkehrssicherung bei den Besitzern der Grundstücke liegt. So schön manche Bäume, Hecken und Anpflanzungen auch sein mögen, sie dürfen aber nicht zu einem Ärgernis oder gar zur Gefahr für andere werden.
Wir bitten deshalb alle Grundstücksbesitzer, ihre Bäume, Hecken und Sträucher zu überprüfen und erforderlichenfalls so weit zurück zu schneiden, dass das vorgeschriebene Lichtraumprofil eingehalten wird. Dürre Bäume und Äste können dabei ebenfalls eine erhebliche Gefahr bedeuten und müssen, wenn sie den öffentlichen Verkehrsraum gefährden, beseitigt werden.

Für die Freihaltung von Bewuchs im öffentlichen Verkehrsraum gilt folgendes:
Auf Geh- und Radwegen ist eine lichte Durchgangshöhe von mindestens 2,50 m einzuhalten. 

Für den Kfz-Verkehr muss die lichte Höhe mindestens 4,50 m betragen.Achtung: Nasses Gehölz senkt sich noch zusätzlich ab!
 
Aber auch seitlich sollte auf dem angrenzenden Streifen eine Breite von mindestens 0,50 m und bei Gehwegen von 0,25 m freigehalten werden.
Auch im Bereich von Straßenlampen, Verkehrsschildern und Straßennamensschildern sind Bäume, Hecken und Sträucher so weit zurück zu schneiden, dass die Lampen ihre Beleuchtungsfunktion erfüllen können und die Beschilderung mühelos erkannt und gelesen werden kann.

Bitte bedenken Sie, dass bei Sachbeschädigungen oder Unfällen der Grundstücksbesitzer für Schäden haftbar gemacht werden kann. Durch Ihr pflichtbewusstes und umsichtiges Handeln können Sie sich als Grundstücksbesitzer unter Umständen viel Ärger, Unannehmlichkeiten und Entschädigungsansprüche ersparen.

Die Regelung des Naturschutzgesetzes, dass in der Zeit vom 01. März bis 30. September eines jeden Jahres das Schneiden von Gehölzen verbietet, greift hier nicht. Grundstückseigentümer sind im Gegenteil zu einem solchen Rückschnitt verpflichtet, handelt es sich doch um eine Maßnahme, die aus Verkehrssicherheitsgründen dringend erforderlich ist und im öffentlichen Interesse liegt.

Aus aktuellem Anlass bitten wir alle Grundstückseigentümer um Überprüfung ihrer Anpflanzungen.

Für Ihr Verständnis bedanken wir uns im Namen der Allgemeinheit sehr herzlich!
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