Logo Schiltach

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 10. September 2008

1. Kurzbericht über das Ergebnis der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung

Bürgermeister Thomas Haas berichtete aus der letzten öffentlichen u. nichtöffentlichen
Sitzung und teilte mit, was seither hinsichtlich der gefassten Beschlüsse veranlasst worden ist.

2. Bausachen

Dem Gemeinderat lag ein Bauantrag vor auf Neubau einer Tankstelle mit Gaststätte und Waschhalle in Schiltach, Hauptstraße 75, Flst. 937/3 (bisher: Parkplatz an der „Oberen Säge“).

Nach Vorstellung der Planunterlagen und Erläuterung durch die Verwaltung erteilte der Gemeinderat dem Bauantrag vorbehaltlich der Zustimmung durch die Fachbehörden sein Einvernehmen, wobei noch verschiedene Fragen zu klären sind. So verlaufen auf dem Baugrundstück sowohl eine Wasserleitung, als auch ein Entwässerungskanal. Beides muss vom Bauherrn noch verlegt werden. Des weiteren ist noch eine Lösung zu suchen, wie Ersatz für zwölf PKW-Stellplätze geschaffen werden kann, die im Zusammenhang mit dem Neubau der Sportanlagen per Baulast für den Sportbetrieb verbindlich vorgeschrieben wurden.

Dem Antrag auf 24-Stunden-Betrieb der integrierten „Sportsbar“ und des Backshops konnte aus grundsätzlichen Gründen nicht stattgegeben werden. Auch für diesen Betrieb gelten die allgemeinen Vorgaben der Sperrzeitverordnung, d.h. unter der Woche ist ab 2 Uhr, am Wochenende ab 3 Uhr bis 6 Uhr zu schließen.

Aus Sicht der Stadt scheint das Vorhaben aber insgesamt realisierbar zu sein. Zwar handle es sich sicher nicht um die optimale Lösung, mangels anderer Alternativen sei dieser Standort jedoch akzeptabel. Es bleibt abzuwarten, was die Prüfung der Fachbehörden ergibt, die wegen der gemischten Nutzung und wegen der Nähe zur Kinzig und zur Bundesstraße besonders zahlreich zu beteiligen sind.

3. Stadtmarketing
- Vorschlag für die Modernisierung des städt. Logos


Bürgermeister Thomas Haas informierte die Gemeinderäte und die Zuhörer über die regen Aktivitäten des Stadtmarketingausschusses, der zwischenzeitlich in drei Untergruppen aufgeteilt wurde.

Eine dieser Gruppen befasst sich u. a. mit dem Stadtlogo, das schon seit Jahrzehnten verwendet wird und einen hohen Wiedererkennungswert hat.

Das Ausschussmitglied Daniel Brede teilte dem Gemeinderat mit, dass man das Logo daher nach wie vor für sehr gelungen halte und an dessen Grundstruktur nicht „rütteln“ sollte. Dennoch sei ein gewisses „Face-Lifting“ geboten, um es geringfügig zu modernisieren und an die heutigen Anforderungen an ein so genanntes „CI“ (Corporate Idendity = Eigenbild einer Stadt oder eines Unternehmens) anzupassen.

Er stellte den im Rahmen der Stadtmarketing-Gespräche erarbeiteten Vorschlag für die Umgestaltung vor und zeigte auch verschiedene Varianten in schwarz/weiß und eine verkürzte Form, um sie künftig auch in Printmedien und für verschiedene andere Zwecke verwenden zu können.

Im Gemeinderat war man sich einig, dass der Entwurf sehr gelungen sei. „Klar und übersichtlich, schnell erfassbar“, so waren die einmütigen Kommentare der Ratsmitglieder. „Das Logo hat eindeutig gewonnen, ohne zu stark verändert worden zu sein“.

Man kam schließlich überein, das Ergebnis der Marketing-Überlegungen auf sich wirken zu lassen und zu gegebener Zeit endgültig darüber zu befinden, ob Logo und „CI“ der Stadt entsprechend angepasst werden.

4. Sanierung des Sitzungssaals im Zusammenhang mit der Dachisolierung des Rathauses

a) Vergabe der Schreinerarbeiten

Stadtbaumeister Roland Grießhaber informierte die Gemeinderäte darüber, dass im Zuge der Sanierung des Rathaus-Sitzungssaals auch Schreinerarbeiten an Fenstern, Türen, Schiebeelementen und Wandverblendungen auszuführen sind.

Hierfür wurden Angebote bei den beiden Schiltacher Schreinereien eingeholt.

Den Auftrag erhielt die Schreinerei Michael Esslinger zum günstigeren Angebotspreis in Höhe von rd. 12.000,-- €.

b) Entscheidung über die Möblierung

Nachdem der Sitzungssaal eine komplette Sanierung und Modernisierung erfährt, hat Bürgermeister Thomas Haas schon vor geraumer Zeit angeregt, auch die 30 Jahre alte Konferenzmöblierung zu erneuern.

Zum einen passen die wuchtigen Eichenmöbel nicht mehr zum modernen Ambiente des
sanierten Sitzungssaales, und zum anderen sind sie in ihrer bisherigen Ausführung völlig starr und erlauben keine anderweitige Aufstellungsmöglichkeit. Dies sei insbesondere bei Trauungen bedauerlich, bei denen eine völlig andere Bestuhlung angebrachter wäre. Des weiteren stellt er sich vor, den Saal künftig auch für repräsentative Zwecke und größere Besprechungen zu nutzen, wofür flexiblere Möbelsysteme erforderlich sind.

So sei es in der Vergangenheit schon vorgekommen, dass hochrangiger Besuch zu Gast in Schiltach war, dessen Enttäuschung über die unzeitgemäße Ausgestaltung des Sitzungssaals kaum zu übersehen war. Bedingt durch die großen und weltweit tätigen Industriebetriebe in Schiltach seinen derartige Besuche keine Seltenheit.

Architekt Daniel König hat daher Angebote für entsprechendes Mobiliar eingeholt, das dem Gemeinderat in der Sitzung vorgestellt wurde.

Die Kosten für die Konferenztische für 16 Gemeinderäte und 4 Verwaltungsmitarbeiter sowie weitere Sachverständige und die Presse mit insgesamt 22 Konferenzstühlen und 20 Besucherstühlen liegen je nach Ausführung zwischen 40 und 45.000,-- €.

Im Gemeinderat wurde darüber diskutiert, ob man mit den alten Möbeln „noch eine Weile leben könne“, da sie trotz ihrer 30 Jahre noch in einem relativ guten Zustand seien.

Mehrheitlich kam man jedoch überein, dass man es nach so vielen Jahren vertreten könne, auch im Bereich der Möblierung etwas zu tun. Im Vergleich mit anderen Gemeinden stelle der Schiltacher Sitzungssaal wahrlich kein Schmuckstück dar, obwohl er eigentlich als repräsentatives Aushängeschild der Stadt dienen sollte. Gleichzeitig sollte ein moderner Raum im historischen Gebäude klar nach außen signalisieren, dass Schiltach trotz seines mittelalterlichen Stadtkerns eine hochmoderne Stadt sei.

Mit 11 Ja-Stimmen und 3 Enthaltungen wurde schließlich beschlossen, ein neues Konferenz-Möbel-System der Firma Thonet zu beschaffen. Zu den schwarzen Stühlen mit Holzrücken wurden flexibel einsetzbare Tische im Farbton „Kirsche“ ausgewählt.

5. Leader-Projekt: Mittlerer Schwarzwald-barrierefrei
- Beschlussfassung über die Beteiligung am Projekt


Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Thomas Haas den Leader-Projekt-Leiter Mark Prielipp, der dem Gemeinderat in wenigen Sätzen erläuterte, worum es beim Leader-Projekt geht. Die Geschäftsstelle ist im Lehengerichter Rathaus beheimatet und arbeitet für insgesamt 38 Mitgliedsgemeinden in den Landkreisen Rottweil und Ortenau.

Ein konkretes Vorhaben sei die Untersuchung und Umsetzung des Projekts „Mittlerer Schwarzwald – barrierefrei“. Hierbei soll in den beteiligten Gemeinden untersucht werden, ob es Möglichkeiten zur Verbesserung der Barrierefreiheit für Familien mit Kleinkindern, Senioren, Behinderte oder auch für fremdsprachige Gäste gibt. Neben der Ist-Aufnahme sollen auch Verbesserungsvorschläge gemacht werden.

Der Kostenanteil für Schiltach läge bei rd. 2.700,-- €, wobei gleichzeitig eingeräumt wurde, dass aufgrund der topografischen Situation sicherlich nur begrenzt Verbesserungen zu erreichen sind.

Im Gemeinderat war man sich darüber einig, dass man sich an dem Projekt beteiligen sollte, da selbst kleinere Veränderungen oftmals große Auswirkungen für die Zielgruppe hätten. Ein Gemeinderatsmitglied wies außerdem darauf hin, dass das Ziel der Barrierefreiheit schließlich nicht nur für die Fremdenverkehrsgäste bedeutsam sei, sondern auch für die eigene Bevölkerung.

Einstimmig wurde daher die Beteiligung am Projekt beschlossen.

6. Sanierung „Schramberger Straße – Altstadt“
- Erweiterung des Sanierungsgebietes (Satzungsbeschluss)

Das Regierungspräsidium Freiburg hat signalisiert, dass das Sanierungsgebiet „Schramberger Straße – Altstadt“ um drei Grundstücke erweitert werden kann, die nicht in unmittelbarem räumlichen Zusammenhang mit dem bisherigen Geltungsbereich stehen. Es handelt sich im einzelnen um die Gebäude Schenkenzeller Straße 21, Hauptstraße 52 (Feuerwehrgerätehaus) und Hauptstraße 62 (Möbelhaus).

Die Aufnahme in das Sanierungsgebiet eröffnet Fördermöglichkeiten für die entsprechende Sanierung oder zur Behebung städtebaulicher Missstände.

Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig, die Sanierungssatzung entsprechend zu erweitern.

7. Sanierung der Büroräume im Rathaus, Marktplatz 7, („Haus Koch“)
- Vergabe der Bodenbelags- u. Malerarbeiten


Stadtbaumeister Roland Grießhaber teilte dem Gemeinderat mit, dass die Büroräume im ersten und zweiten Obergeschoss des „Hauses Koch“ dringend saniert werden müssen. Die Räume wurden vor 14 Jahren bezogen, weshalb die Bodenbeläge der stark frequentierten Büros zwischenzeitlich durchgescheuert sind und die Wände einen Anstrich benötigen.

Für die Sanierung der beiden kompletten Geschosse, die das Hauptamt und das Stadtbauamt beherbergen, wurden Angebote bei den örtlichen Malergeschäften eingeholt.

Günstigste Bieterin war die Firma Roth mit einer Angebotssumme in Höhe von 24.831,02 €, zu der ihr der Zuschlag erteilt wurde.

8. Anfragen, Verschiedenes

Bei diesem Tagesordnungspunkt wurden verschiedene Bekanntgaben gemacht und Anfragen aus den Reihen des Gemeinderats beantwortet.

Kontakt

  • Stadtverwaltung
  • Marktplatz 6
  • 77761 Schiltach