„Keine Gefahr für die Bevölkerung“

Bei einem Störfall im Schiltacher Axor-Werk der Hansgrohe AG wurden Gase freigesetzt

Am späten Nachmittag des gestrigen Mittwoch kam es im Schiltacher Axor-Werk der Hansgrohe AG (www.hansgrohe.com) zu einem Störfall. Durch eine Leckage in einer Chemikalienleitung im Bereich der Galvanik tropfte eine geringe Menge an 53prozentiger Salpetersäure in einen verzinkten Metallkorb. Durch die Reaktion von Salpeter und Metall wurden giftige Nitrosegase freigesetzt, die um 17.32 Uhr den Feueralarm auslösten. Alle 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Fabrik aufhielten, wurden unmittelbar evakuiert. Es gab durch den Störfall keine unmittelbar Verletzten. 46 Beschäftigte, die mit dem gelblichen Gas in Kontakt gekommen sein könnten, wurden auf Anraten des leitenden Notarztes und ausdrückliche Empfehlung des Unternehmens vorsorglich für 24 Stunden zur weiteren ärztlichen Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehr Schiltach und der ABC-Spezialzug Rottweil haben mit 50 Einsatzkräften innerhalb einer Stunde die Leckage abgedichtet, die vorhandene Flüssigkeit verdünnt und abgepumpt. Messungen vor Ort haben ergeben, dass im Gebäude keine Restgase mehr vorhanden sind. Um 19.55 Uhr hat die Feuerwehr das Gebäude wieder dem Unternehmen übergeben. Sicher ist, dass keine Gase in die Umwelt gelangt sind. „Für die Bevölkerung“, so Kreisbrandmeister Rumpf, „hat zu keinem Zeitpunkt eine unmittelbare Gefahr bestanden.“

„Wichtig ist“, so Hansgrohe Produktionsvorstand Karl-Heinz Hammann, „dass niemand zu Schaden gekommen ist und alle Sicherheitsvorkehrungen einwandfrei funktioniert haben.“ Im Moment werde geprüft, wann die Produktion im Axor-Werk wieder aufgenommen werden kann. „Die Sicherheit unserer Beschäftigten hat hier eindeutig Vorrang. Wir haben daher die Nachtschicht vorsorglich abgesagt.“ Hammann dankte allen Rettungskräften für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit. Polizei und Staatsanwaltschaft haben inzwischen die Ermittlungen zur Feststellung der genauen Umfallursache aufgenommen. „Wir werden die Behörden hier in vollem Umfang unterstützen. Schließlich liegt es im ureigensten Interesse der Hansgrohe AG, die Ursache des Störfalls ausfindig zu machen, um unsere Produktionssicherheit weiter zu erhöhen.“

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