Stadt Schiltach
Aus Schiltacher Stadtwiki
| Wappen | Karte |
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| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Landkreis: | Rottweil |
| Geographische Lage: | 48° 17' N, 08° 21' O |
| Höhe: | 330 m ü. NN |
| Fläche: | 34,22 km² |
| Einwohnerzahl: | 3.944 (30. September 2009) |
| Bevölkerungsdichte: | 118 Einwohner/km² |
| Ausländeranteil: | 5,1 % |
| Postleitzahlen: | 77757 - 77761 |
| Telefonvorwahl: | 07836 |
| Kfz-Kennzeichen: | RW (früher: WOL) |
| Amtlicher Gemeindeschlüssel: | 08 3 25 051 |
| Stadtgliederung: | 2 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 6 77761 Schiltach |
| Offizielle Website: | www.schiltach.de |
| E-Mail-Adresse: | info@schiltach.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Thomas Haas |
| Ortsvorsteher Lehengericht: | Thomas Kipp |
Die Stadt Schiltach liegt im Mittleren Schwarzwald an der engsten Stelle des Kinzigtals, wo die Schiltach in die Kinzig mündet. Der Ort, der sich zwischen den Städten Offenburg, Freudenstadt und Schramberg befindet, gehört zum Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg.
Gemarkung
Die Gemarkung der Stadt Schiltach allein, ohne den Stadtteil Lehengericht ist relativ klein. Sie umfasst lediglich 585,0643 ha. Im Jahr 1979 konnte noch der Bereich Vor Heubach von der Stadt Wolfach mit 94,8 ha. hinzugewonnen werden. Die Gemarkung des Ortsteils Lehengericht ist wesentlich größer. Sie umfasst 2742 ha.'(Ursprünglich 2986 ha), nach Abgabe der Exklave Sulzbächle an Wolfach ( 244 ha.). Insgesamt verbleibt der Gesamtstadt Schiltach eine Gemarkung von rund 3422 ha. Auf der Gemarkung Lehengericht befinden sich ausgedehnte Waldgebiete. Der Waldanteil am gesamten Gemeindegebiet von Schiltach und Lehengericht beläuft sich auf deutlich über 80 %.
Der Heimatforscher Hermann Fautz hat im Jahr 1941 eine Beschreibung der Flurnamen auf Gemarkung Schiltach veröffentlicht.
Gemeindegliederung
Die Stadt Schiltach wird gebildet aus der Stadt selbst und dem Stadtteil Lehengericht, bestehend aus Vorder- und Hinterlehengericht.
Durch Zukäufe aus der Schiltacher Mayerschaft, dem heutigen Lehengericht, vergrößert sich die sogenannte Untermarkung des Burgfriedens. Der Haberershof und der Kuhbacherhof wurden von der Gemeinde Kinzigtal erworben. Im Jahr 1973 hatte die Schiltacher Gemarkung 585,0643 ha. erreicht. Dazu kam im Jahr 1974 der Stadtteil Lehengericht mit 2986 ha. 1978 wurde die Enklave Sulzbächle des Stadtteils Lehengericht mit 244 ha nach Wolfach abgegeben. 1979 kam das Gebiet Vor Heubach mit 94,8 ha an die Stadt Schiltach. Zum Stadtteil Lehengericht war im Jahr 1956 noch der Stab Reichenbächle mit dem Hunersbach und dem Stammelbach von Lauterbach (Schwarzwald) abgegeben worden.
Stadtwappen
Das heutige Stadtwappen wurde von den Herzögen von Urslingen übernommen. Es zeigt im unten halbrunden Schildfeld drei proportional gestaltete kleine Schildchen, zwei zu eins eingeordnet. Das Schildfeld ist in weißer (nach den Heraldikgesetzen eigentlich silberner) Farbe, die Schildchen sind leer und in roter Farbe gehalten.
Es handelt sich um ein "redendes Wappen", wie etwa Hausach den Hausgiebel, Wolfach die Wolfsangel, Leonberg den Löwen und Cannstatt die Kanne hat, so hat "Schild-ach" (alte Schreibweise) seine drei Schilde.
Die älteste Wappendarstellung findet sich im Stadtsiegel (Abdrucke ab 1497). Lediglich ein Stempel aus dem 18. Jahrhundert enthält über den Schildern ein liegende Hirschstange als Hinweis auf die seinerzeitige württembergische Landeshoheit.
Das Wappen darf nicht mit dem Zunftwappen der Maler und Schilderer verwechselt werden, dort liegen die Farben umgekehrt (also drei weiße Schilde im roten Feld).
Stadtrecht
Am 17. April 1949 wurde der Stadt Schiltach durch das Badische Innenministerium das 1935 entzogene Stadtrecht wieder verliehen. Die Wiederverleihungsurkunde überreichten Staatspräsident Leo Wohlleb und Innenminister Dr. Alfred Schüly im Beisein des französischen Kreisgouverneurs de Rendinger am 5. Juli in einem feierlichen Festakt.
Stadtverwaltung, Bevölkerung und Schuljugend hatten sich dazu auf dem Marktplatz eingefunden. Bürgermeister Gottlieb Trautwein hieß die Gäste willkommen. "Wir freuen uns, das der hohe Besuch von dem Wunsche beseelt ist, ein an Schiltach verübtes Unrecht wieder gut zu machen und uns unser uraltes Stadtrecht wieder zuzuerkennen", bekundete er unter langem Applaus aller Zuhörer. Er gab dann einen recht spannenden und leidenschaftlichen Rückblick auf die vielen Facetten der wechselhaften Geschichte der Flößer-, Fachwerk- und Gerberstadt bis hin zur damaligen Nachkriegszeit und sprach sich dabei auch deutlich für ein vereintes Europa und die deutsch-französische Verständigung aus. „Mögen der heutige Festakt und die Wiederverleihung des Stadtrechtes reife Früchte tragen für unsere Heimat“, lautete sein Wunsch.
In der anschließenden Festansprache rühmte Staatspräsident Wohleb den „Schiltacher Geist und Fleiß“, welcher schon vor und während der Flößerzeit in alle Welt getragen worden sei, und welcher auch die jetzige Generation und Jugend verpflichte zu neuem Vertrauen und neuem Schaffen. Mit dem Wunsche, dass Schiltachs alte Kraft, alter Fleiß und alte Solidität erhalten bleiben mögen, solle Schiltach mit Fug und Recht wieder die Bezeichnung „Stadt“ führen und neuer Blüte entgegen gehen. Mit den Worten „Es blühe die Stadt Schiltach. Sie blühe von neuem als „Stadt im badischen Lande“ war die Wiederverleihung des Stadtrechtes vollzogen. Innenminister Schüly schloss sich den Wünschen des Staatspräsidenten an.
Von der Nachbargemeinde Lehengericht hatte sich Bürgermeister Karl Bühler eingefunden und die Glückwünsche Lehengerichts überbracht. Auf die scherzhafte Frage des Staatspräsidenten, ob Lehengericht auch Stadt werden wolle, antwortete Bühler mit kräftig-ehrlichen Worten: „Nein, wir bleiben, was wir sind und freuen uns weiterhin am guten Einvernehmen mit der Stadt Schiltach:“
Die erste urkundliche Erwähnung Schiltachs liegt aus dem Jahre 1275 vor. 18 Jahre später ist in einer weiteren Urkunde von „cives in Schiltahe“, das heißt von „Schiltacher Bürgern“ die Rede, so dass mit großer Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, das damals Schiltach bereits „Stadt“ war und damit auch bereits das Stadtrecht besaß – also schon seit über 730 Jahren.
Geographie
Schiltach liegt am Zusammenfluss der beiden Flüsse Schiltach und Kinzig und war daher schon sehr früh wichtiger Verkehrsknotenpunkt im oberen Kinzigtal. Schiltach liegt außerdem an der Deutschen Fachwerkstraße.
Wettbewerbserfolge
1974: Landessieger "Stadtgestalt und Denkmalschutz im Städtebau"
1978: Landessieger "Stadtgestalt und Denkmalschutz im Städtebau"
1978: Bundessieger "Stadtgestalt und Denkmalschutz im Städtebau"
2001: Landessieger "InternetDorf 2001"
2007: Landessieger "InternetDorf 2007"
2009: Bestes InternetDorf der letzten 10 Jahre
Der Schiltacher StadtBus
Seit 1999 fährt in Schiltach ein moderner MidiBus im 1/2-Stundentakt die gesamte Stadt ab und verbindet die einzelnen Wohngebiete miteinander bzw. mit dem Stadtkern. Der StadtBus gilt als bundesweit einmaliges Projekt in einer Gemeinde dieser Größenordnung.
Burgruinen
Klingenburg, Burg Schiltach, Willenburg
Schiltacher Vereine
Das Schiltacher Vereinsleben wird geprägt von einem regen Treiben. Hierzu zählen die Feuerwehr, Sportvereine, Musikvereine und viele mehr (siehe auch Fasnet).
Besonders zu erwähnen ist das Sommerferienprogramm für Daheimgebliebene und Urlauberkinder, das von vielen Vereinen, gemeinsam mit dem Stadtjugendbüro, mitgestaltet wird.
Fasnet in Schiltach
Die Fasnet wird in Schiltach groß geschrieben. Die Stadt verfügt über drei Narrenvereine: Die Egehaddel, die Narrenzunft und die Schuhu-Hexen Hinterlehengericht.
Gemeinsam gestalten die drei Vereine seit Jahren den "Fasnets-Sundig", an dem um 12 Uhr ein närrisches Seifenkistenrennen und ab 14 Uhr ein großer Umzug mit anschließendem Narrentreiben stattfindet.
Ein weiteres Highlight ist das traditionelle "Schnurren", das seit nahezu 60 Jahren 14 Tage vor dem Fasnets-Samstag in den örtlichen Gaststätten zelebriert wird. Hierbei glossieren verschiedene Gruppen das Geschehen in Schiltach seit der letzten Fasnet.
Seit einigen Jahren hat auch das "Städtlewecken" in Schiltach Fuß gefasst: Am Schmotzigen Dunschdig läuft ab 6 Uhr ein närrischer Lindwurm vom Raiffeisenmarkt ins "Städtle" und holt die Schiltacher aus den Federn. Gegen 10 Uhr werden die Kinder der Grundschule abgeholt und gemeinsam begibt man sich auf den Marktplatz, wo sich das traditionelle Blutwurst- und Sauerkrautessen anschließt. Am Abend des "Schmotzigen Dunschdig" folgt die Schlüsselübergabe beim Rathaus an die Narren, an die sich eine Wirtshausfasnet anschließt.
Städtepartnerschaften
Die Stadt Schiltach pflegt seit dem Beginn der 90er Jahren des letzten Jahrhunderts eine rege Freundschaft mit der sächsischen Stadt Geising im Osterzgebirge. Das 20jährige Freundschaftsjubiläum wird im Jahr 2010 begangen.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Schwäbisch-alemannische Fasnet
- Silvesterzug und Neujahrswünsche durch die Schiltacher Nachtwächter
- Josefsmarkt am 19. März
- Peter-und-Paul-Markt am 29. Juni
- Andreas-Markt am 8. Dezember (seit 2006 wie Schiltacher Advent)
- Bauernmarkt am dritten Sonntag im Oktober
- Kunsthandwerkermarkt am letzten Sonntag im April
- Flohmarkt in der Gerbergasse (Mitte Juni)
- "Schiltacher Advent" am Freitag vor dem 2. Advent
- Stadtfest alle fünf Jahre (nächstes Mal: 12./13. Juni 2010)
Weblinks öffentlicher Einrichtungen
Weblinks für Gastronomie und Unterkunft
Hotel Gasthof zum weyßen Rössle
Hotel-Gasthof Sonne
Campingplatz Schiltach
Gasthaus "Garten- und Rosenlaube am Campingplatz Schiltach"
Weblinks ansässiger Unternehmen
BBS Kraftfahrzeugtechnik
hansgrohe
VEGA Grieshaber
Orgelbau Georges Heintz
Sonstige Weblinks
Bilder aus Schiltach von Achim Ringwald
Bilder aus einer Exkursion nach Schiltach
Schiltach auf der Website der Deutschen Fachwerkstrasse
Baukunst in Schiltach


